Winterpaket. Private Treffen verboten - Gastgewerbe bis 23 uhr - Ôffentliche Treffen begrenzt - Telearbeit - Saalsport - Tanzlokale und Diskotheken geschlossen.

Konzertierungsausschuss beschließt Ende der Osterpause

Die Föderalregierung und die Regierungen der föderierten Teilgebiete haben heute im Konzertierungsausschuss die Lage in Bezug auf das Coronavirus besprochen.

Der Konzertierungsausschuss stellt fest, dass der Druck auf die Gesundheitspflege, insbesondere in den Intensivstationen, weiterhin relativ hoch ist. Mehr als ein Drittel aller hospitalisierten Corona-Patienten liegt auf der Intensivstation. Dieser Anteil ist viel höher als vor einem Jahr oder im letzten Herbst. Durch die Ausbreitung neuer Varianten des Virus hat sich die Pandemie verändert: Sie ist nicht nur ansteckender, sondern auch aggressiver geworden. Der Konzertierungsausschuss stellt jedoch auch eine positive Entwicklung einiger Schlüsselwerte fest:

  • Die durchschnittliche Anzahl der täglichen COVID-19-Infektionen ist rückläufig.
  • Die durchschnittliche Anzahl der Krankenhausaufnahmen beginnt zu sinken.
  • Die Reproduktionsrate sinkt unter 1.

Darüber hinaus stellt der Konzertierungsausschuss eine weitere Beschleunigung der Impfkampagne fest. Bis zum 19. April sollen 60 % der Altersgruppe 65+ eine erste Impfung erhalten haben, bis zum 26. April sollte dieser Anteil bei über 70 % liegen; Ende April sollten es über 80 % sein. Darüber hinaus erwarten wir, dass bis Ende Mai mehr als 80 % der 18- bis 65-Jährigen mit Komorbiditäten eine erste Impfung erhalten haben. Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen wird bereits zwei bis drei Wochen nach der ersten Impfung ein hoher Grad an Immunität erreicht.

Auf der Grundlage all dieser Sachverhalte hat der Konzertierungsausschuss die folgenden Entscheidungen getroffen.

Wiedereröffnung der Schulen

Nach den Osterferien, am 19. April, wird der Unterricht wieder aufgenommen nach der vor den Osterferien geltenden Regelung. Dies bedeutet konkret:

  • Vorschulwesen, Primarschulwesen, Sondersekundarschulwesen, erste Stufe im Sekundarschulwesen und duale Aus- und Weiterbildung: 100 % Präsenzunterricht,
  • zweite und dritte Stufe im Sekundarschulwesen: 50 % Präsenzunterricht,
  • Hochschulwesen: physische Präsenz auf dem Campus an einem Tag pro Woche.

Prüfungen dürfen mit physischer Präsenz abgelegt werden.

Bei einer positiven Entwicklung der Infektionsraten und nach einer Bewertung durch die Unterrichtsminister, die dem Konzertierungsausschuss vorgelegt wird, kann der Unterricht im Sekundarschulwesen ab dem 3. Mai wieder zu 100 % aufgenommen werden.

Nicht unbedingt notwendige Reisen: strenge Test- und Quarantäneregelung

Das Verbot nicht unbedingt notwendiger Reisen innerhalb der Europäischen Union endet am 19. April. Für Reisen außerhalb der EU gelten weiterhin die europäischen Regeln. Es gilt jedoch nach wie vor eine negative Reiseempfehlung für alle nicht unbedingt notwendigen Reisen.

Nach der Rückkehr müssen Reisende eine strenge Test- und Quarantäneregelung einhalten. Mit dem Passenger Locator Form kann die Polizei Personen identifizieren, die sich bei ihrer Rückkehr nicht testen lassen. Wer sich nicht an die Testing-Regeln hält, setzt sich einem Corona-Bußgeld von 250 Euro aus.

Ende der Osterpause für Geschäfte und nichtmedizinische Kontaktberufe

Am 26. April endet die Osterpause. Dies bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt im Freien höchstens 10 Personen zusammenkommen dürfen.

Auch Geschäfte dürfen ab diesem Datum wieder Kunden ohne Terminvereinbarung empfangen. Einkäufe müssen nicht mehr alleine erledigt werden, sondern man kann von einem anderen Mitglied des Haushalts begleitet werden.

Nichtmedizinische Kontaktberufe - einschließlich Friseure und Schönheitsspezialisten - dürfen unter Einhaltung verschärfter Protokolle wieder öffnen.

Gleichzeitig werden etwa dreißig Pilotprojekte gestartet, um aus praktischer und wissenschaftlicher Sicht zu ermitteln, wie verschiedene Wirtschaftssektoren sicher in Gang gebracht bzw. künftig vor der Schließung bewahrt werden können.

Sieben von zehn Personen ab 65 Jahren geimpft und geschützt: Outdoor-Plan

Am 8. Mai, wenn fast alle Menschen über 65 Jahre geimpft und geschützt sind, wird ein breiter Outdoor-Plan in Kraft treten.

Organisierte Aktivitäten (z.B. Aktivitäten von Sportvereinen oder von Vereinigungen) dürfen im Freien mit höchstens 25 Personen aller Altersgruppen stattfinden, jedoch ohne Publikum und ohne Übernachtung. Kinder bis zum Alter von 12 Jahren einschließlich können sich zu höchstens 10 Personen drinnen aufhalten.

Darüber hinaus ist Folgendes im Freien wieder erlaubt:

  • Restaurants und Cafés: Außenterrassen,
  • Veranstaltungen (einschließlich Empfänge und Bankette), Kulturvorführungen und Gottesdienste für bis zu 50 Personen,
  • Vergnügungsparks,
  • professionelle Floh- und Trödelmärkte.

Die Ausgangssperre wird abgeschafft und durch ein Versammlungsverbot ersetzt: Zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens darf man sich mit höchstens drei Personen oder mit Mitgliedern des eigenen Haushalts (Personen, die unter demselben Dach wohnen) im öffentlichen Raum aufhalten.

Zwei enge Kontakte zu Hause

Ab dem 8. Mai kann ein Haushalt zwei Personen gleichzeitig empfangen, sofern diese Personen einem selben Haushalt angehören, Kinder bis 12 Jahre einschließlich nicht mitgerechnet.

Fast alle Menschen ab 65 Jahren und gefährdeten Personen geimpft und geschützt: breitere Perspektiven

Ein neuer und wichtiger Meilenstein wird erreicht sein, wenn fast alle Menschen über 65 Jahren und gefährdeten Personen mit Komorbiditäten geimpft und geschützt sind. Wir erwarten einen hohen Immunitätsgrad in diesen Gruppen in der ersten Hälfte Juni.

Wenn die Zahlen es zulassen, insbesondere die Auslastung der Intensivstationen, wird der Outdoor-Plan weiter ausgebaut und wird auch mehr Platz für Innenaktivitäten sein, sofern die Intensivstationen nachhaltig entlastet werden und eine qualitativ hochwertige Versorgung von COVID- und Nicht-COVID-Patienten gewährleistet ist.

Bedeutung der Impfung

Der Konzertierungsausschuss stellt fest, dass in einigen Teilen des Landes zu wenige Menschen zu ihren Impfterminen erscheinen. Die Impfung ist die einzige strukturelle Ausstiegsmöglichkeit aus der Pandemie. Die Impfstoffe sind sicher und wirksam. Mögliche Nebenwirkungen sind sehr selten und gering, vor allem im Vergleich zu den Symptomen einer COVID-Infektion, die tausend Mal häufiger auftreten und tödlicher sind. Schützen Sie also Ihr Leben und das Leben Ihrer Lieben, indem Sie sich impfen lassen.