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Kontaktnachverfolgung: Zusammen die Verbreitung des Virus verlangsamen

Um die Übertragung eines Virus zu reduzieren, ist es wichtig, schnell herauszufinden, wer mit dem Covid-19-Virus infiziert ist und mit wem diese Personen kürzlich Kontakt hatten. Diese Personen können sich wiederum infizieren und den Virus zwei Tage, bevor sie selbst Symptome aufweisen, übertragen. Mit der Kontaktnachverfolgung können wir gemeinsam einer neuen Erkrankungswelle entgegenwirken.

Was ist Kontaktnachverfolgung? Dabei wird ermittelt, mit wem Träger des Covid-19-Virus in Kontakt gewesen sind. Wenn wir diese Personen schnell ausfindig machen, können wir sie darüber informieren, dass sie mit einem Träger des Virus in Kontakt waren. So kann jeder besonders auf die Einhaltung der individuellen Hygienemaßnahmen achten und somit zur Verlangsamung der Verbreitung des Virus beitragen.

Diese Methode der Kontaktnachverfolgung ist nicht neu. Diese Präventionsmethode wird weltweit zur Eindämmung der Verbreitung bestimmter Krankheiten wie Masern oder Meningitis eingesetzt. In Belgien wird die Kontaktnachverfolgung in Zusammenarbeit mit der AVIQ für die Wallonie, den Diensten des Vereinigten Kollegiums (COCOM) für Brüssel, der VAZG für Flandern und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft umgesetzt.

Die Kontaktnachverfolgung ist eine der Präventionsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus. Die Anwendung der fünf Basisregeln ist grundlegend, um die Übertragung des Virus zu vermeiden.

Diese Basisregeln lauten wie folgt:

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände.
  • Halten Sie wenn möglich einen Abstand von 1,5 m zu anderen Personen ein.
  • Beschränken Sie Ihre körperlichen Kontakte.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind.
  • Tragen Sie eine Maske an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten.

Die Informationen über Kontaktnachverfolgung in Deutscher Gebärdensprache finden Sie hier.

konsultieren Sie die häufig gestellten Fragen.

Sie haben Symptome einer Covid-19-Erkrankung?

    1. Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden aufweisen, sind Sie vielleicht Träger des Coronavirus.

      • Bleiben Sie zu Hause, sobald diese Symptome auftreten.

      • Rufen Sie Ihren Hausarzt an und beschreiben Sie Ihre Symptome. Ihr Arzt wird Ihnen die passenden Ratschläge erteilen. Wenn Ihr Arzt eine Covid-19-Ansteckung vermutet, wird er für Sie einen Test im Krankenhaus veranlassen oder eventuell selbst einen Test durchführen. Zu diesem Zeitpunkt werden Sie auch um Ihre Telefonnummer gebeten.

      • Sie werden dann diesen Test durchführen, damit Sie und Ihr Arzt herausfinden können, ob Sie sich mit Covid-19 angesteckt haben.

      • Versuchen Sie, eine Liste der Personen zu erstellen, mit denen Sie in den zwei Tagen vor Auftreten Ihrer Symptome Kontakt gehabt haben (zum Beispiel: Familienmitglieder, Kollegen, ein Freund oder eine Freundin, mit der sie spazieren gegangen sind, der Briefträger, mit dem Sie sich unterhalten haben…).

      • Nach Möglichkeit sollte Ihre Liste Namen, Telefonnummer, Postanschrift, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse dieser Kontaktpersonen enthalten, sofern sie Ihnen bekannt sind.

      • Ihr Hausarzt oder der Arzt, der den Test vornimmt, meldet Ihre Erkrankung bei den zuständigen Instanzen, damit die Kontaktnachverfolgung schnell starten kann.

    1. Ein Mitarbeiter dieser Behörden wird Sie anrufen. Es ist wichtig, dass Sie seine Fragen so vollständig wie möglich beantworten.

      • Er bzw. sie wird Sie um die Liste der Kontaktpersonen bitten, die Sie erstellt haben.

      • Sie müssen ebenfalls Informationen zu sich selbst erteilen, damit die Situation korrekt eingeschätzt werden kann: Ihr Geburtsdatum, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand, Ihr Beruf, Ihr Kontakt zu gefährdeten Personen usw.

Diese Daten werden vertraulich behandelt. Dank Ihrer Mitarbeit können die Personen, mit denen Sie Kontakt hatten, rechtzeitig informiert werden und auf mögliche Symptome achten.

Sie hatten vielleicht Kontakt mit jemandem, der Träger des Covid-19-Virus ist?

Hatten Sie Kontakt mit jemandem, der nun krank zu sein scheint? Hatten Sie über einen längeren Zeitraum (mehr als 15 Minuten) engeren (weniger als 1,5 m Abstand) Kontakt mit dieser Person (zum Beispiel mit jemandem, der unter demselben Dach lebt wie Sie, ein Kollege, der im Büro in Ihrer Nähe sitzt, oder ein Schulfreund/eine Schulfreundin)? Dies nennt man einen Hochrisikokontakt da Sie ein hohes Risiko haben, infiziert zu sein. Was ist dann zu tun?

  • Bleiben Sie 14 Tage zu Hause in Quarantäne.

  • Desinfizieren Sie regelmäßig häufig angefasste Oberflächen wie Türgriffe, Wasserhähne und Tische und lüften Sie regelmäßig Ihre Wohnung.

  • Bedecken Sie Mund und Nase (zum Beispiel mit einer Mundschutzmaske).

  • Sie dürfen in Ihren Garten gehen, auf Ihren Balkon und zu Ihrem Briefkasten.

  • Es ist besser, wenn Sie Ihre Wohnung nicht verlassen. Für dringend notwendige Einkäufe wie Lebens- und Arzneimittel können Sie die Wohnung verlassen, wenn niemand anderes verfügbar ist, der Ihnen bei diesen Besorgungen behilflich sein kann. Tragen Sie stets eine Schutzmaske und vermeiden Sie den Kontakt mit anderen. Empfangen Sie keinen Besuch zu Hause.

  • Rufen Sie Ihren Hausarzt an, wenn sich Symptome wie Fieber oder Husten zeigen.

  • Sie müssen einen Test durchführen lassen und können eventuell zweimal getestet werden. Der erste Test wird zu Beginn Ihrer Quarantäne durchgeführt. Ein möglicher zweiter Test kann frühestens 9 Tage nach dem letzten Risikokontakt und unter Berücksichtigung einer Frist von 5 Tagen zwischen beiden Tests durchgeführt werden. Ist das Ergebnis des zweiten PCR-Tests negativ, kann die Quarantäne aufgehoben werden, d. h. frühestens 10 Tage nach Exposition.

    • Ist das Ergebnis eines dieser Tests positiv, wird der enge Kontakt zu einem bestätigten Fall: die Kontaktnachverfolgung beginnt, und der Patient bleibt für einen Zeitraum von 7 Tagen in häuslicher Quarantäne.
    • Sind die Ergebnisse negativ, bleibt die vierzehntägige Quarantäne anwendbar.
  • Gehören Sie zum Pflegepersonal?

    • In diesem Fall bleiben Sie am besten zu Hause. Wenn Ihr Arbeitgeber Sie ausdrücklich darum bittet, können Sie Ihre Arbeit fortsetzen, wenn es absolut notwendig ist und es keine anderen Lösungen gibt. Sie müssen jedoch die erforderliche Schutzausrüstung tragen. In diesem Fall sind ebenfalls strenge Hygiene- und Schutzbedingungen zu beachten, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen prüfen wird.
    • Der Mitarbeiter der Behörden, der Kontakt mit Ihnen aufgenommen hat, wird sich wahrscheinlich in regelmäßigen Abständen mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Entwicklung Ihrer Situation zu verfolgen.
    • Sie müssen einen Test durchführen lassen und können eventuell zweimal getestet werden. In Ihrem Fall ist der am Ende der Quarantäne durchgeführte Test der wichtigste und muss zwischen Tag 11 und Tag 13 Ihrer Quarantäne durchgeführt werden. Nach Absprache zwischen Arzt und Patient kann bereits während der ersten Woche nach Exposition ein erster PCR-Test durchgeführt werden.

Hatten Sie im Supermarkt Kontakt mit Erkrankten oder ist jemand, der im Büro weit von Ihnen entfernt sitzt, erkrankt? Dies nennt man einen Kontakt mit niedrigerem Risiko Was ist dann zu tun?

  • Schränken Sie Körperkontakt so weit wie möglich ein. Sprechen Sie mit Familie und Freunden über Webanwendungen.
  • Achten Sie in den folgenden 14 Tagen besonders auf ausreichenden Abstand.
  • Waschen Sie sich die Hände oft und gründlich.
  • Bedecken Sie Mund und Nase, wenn Sie das Haus verlassen (zum Beispiel mit einer Mundschutzmaske). Sie dürfen also zur Schule oder zur Arbeit gehen.
  • Wenn Sie Symptome bemerken, rufen Sie Ihren Hausarzt an und isolieren Sie sich von anderen.

Und meine Daten?

Wir gehen auf äußerst vertrauliche Weise mit den Informationen um. Wie?

  • Ihre Daten und die Daten der Personen, mit denen Sie Kontakt hatten, werden in einer Datenbank von Sciensano, dem Belgischen Institut für Volksgesundheit, erfasst und verarbeitet.

  • Diese Daten werden aus drei Gründen erfasst:

    1. um die betreffenden Patienten ermitteln und mit Hilfe eines Callcenters kontaktieren zu können
    2. um den regionalen Gesundheits- und Präventionsdiensten und Hygieneinspektionen im Rahmen der Bekämpfung der Ausbreitung des Virus relevante Informationen zu liefern
    3. um wissenschaftliche, statistische und/oder strategische Forschung zu ermöglichen, nach einer Pseudonymisierung oder Anonymisierung der Daten.
  • Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten wird sehr ernst genommen. Daher ist der Zugriff auf diese Daten begrenzt auf:

    1. das Callcenter
    2. die regionalen Präventionsdienste und Hygieneinspektionen
    3. die mit der COVID-19 Risk Assessment Group verbundenen Wissenschaftler.

Diese Akteure und die mit der Pflege der Datenbank betrauten Techniker von Sciensano behandeln Ihre Daten vertraulich. Sciensano wird alle erhaltenen personenbezogenen Daten vor dem 9. Juni 2020 löschen. Daten, die für die wissenschaftliche Forschung bestimmt sind, werden bis zu 30 Jahre nach dem Tod des Patienten in einer separaten Umgebung und unter einem Pseudonym aufbewahrt.

  • Den Personen auf Ihrer Kontaktliste wird Ihr Name nicht mitgeteilt, wenn sie angerufen werden. Sie bleiben anonym.

  • Von Ihnen übermittelte Informationen werden zu keinem Zeitpunkt dazu benutzt, um zu überprüfen, ob Sie die Maßnahmen einhalten. Sie werden nicht mit der Polizei, der Justiz oder einem anderen Kontrolldienst geteilt.

Wie werde ich kontaktiert?

Der Mitarbeiter der Behörde kann Sie auf verschiedene Weise kontaktieren: telefonisch über die Nummer 02/214.19.19 oder per SMS über die Nummer 8811. Nur diese Nummern werden für eine Kontaktaufnahme verwendet.

Häufig gestellte Fragen

    Wer wird zurzeit getestet?
    Detaillierte Informationen über das Testverfahren sind auf der Website von Sciensano verfügbar: https://epidemio.wiv-isp.be/ID/Pages/2019-nCoV_procedures.aspx.
    Was bedeutet Kontaktnachverfolgung konkret?

    Kontaktnachverfolgung ist eine Präventionsmethode, die die Ermittlung von Personen ermöglicht, die mit einem nachgewiesenen Träger des Covid-19-Virus oder in bestimmten Fällen auch mit Personen, die sehr wahrscheinlich Träger sind, in Kontakt gewesen sind. Wenn wir solche Personen schnell ausfindig machen, können wir sie informieren, dass sie auch Träger des Virus sein können und ihnen die passenden Ratschläge erteilen. Diese Methode der Kontaktverfolgung ist nicht neu. Sie wird weltweit zur Eindämmung bestimmter Krankheiten wie Masern oder Meningitis eingesetzt. In Belgien wird die Kontaktnachverfolgung in Zusammenarbeit mit der AVIQ für die Wallonie, den Diensten des Vereinigten Kollegiums (COCOM) für Brüssel, der VAZG für Flandern und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft umgesetzt. Kontaktnachverfolgung setzt die Mitarbeit der mit Covid-19 infizierten Personen voraus, da sie darum gebeten werden, die Personen, mit denen sie Kontakt hatten, zu identifizieren. Diese Mitarbeit ist von wesentlicher Bedeutung, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

    Weitere Informationen: https://www.info-coronavirus.be/de/kontaktnachverfolgung/

    Weshalb wird jetzt Kontaktnachverfolgung eingesetzt?
    Kontaktnachverfolgung ist nur möglich und nützlich, wenn die Anzahl Ansteckungen begrenzt ist. Die Anzahl Ansteckungen war zum Zeitpunkt, als die Ansteckungskurve am höchsten war, so groß, dass es unmöglich war, jeden Erkrankten zu kontaktieren, um von ihm zu erfahren, mit wem er Kontakt hatte. In der jetzigen Phase der Epidemie wird diese Methode dazu beitragen, ein Wiederaufleben des Virus zeitig festzustellen und seine Verbreitung abzubremsen.
    Muss ich bei der Kontaktnachverfolgung mitarbeiten?
    Ihr Beitrag kann anderen und Ihnen selbst helfen. Dank Ihrer Hilfe können andere Personen zeitig informiert und beraten werden. Je mehr Kontakte wir identifizieren, umso besser können wir das Risiko einer neuen Ansteckungswelle begrenzen. Auf diese Weise vermeiden wir zusammen, dass erneut strengere Maßnahmen ergriffen werden müssen. Mitarbeit ist also keine Pflicht, ist aber eine Form von Solidarität und Bürgersinn im Kampf gegen Covid-19.
    Welche Kontakte sind anzugeben und werden nachverfolgt?
    Wenn Sie selbst positiv auf Covid-19 getestet worden sind oder verdächtige Symptome aufweisen, ist es wichtig zu wissen, mit wem Sie in den zwei Tagen vor den ersten Symptomen und bis zu Ihrer Isolierung in Kontakt waren (zum Beispiel: Ihre Familienmitglieder, Kollegen, ein Freund oder eine Freundin, mit dem beziehungsweise der Sie spazieren gegangen sind, der Briefträger, mit dem Sie sich unterhalten haben usw.). Nach Möglichkeit sollte Ihre Liste Namen, Telefonnummer, Postanschrift und E-Mail-Adresse dieser Personen enthalten. Hier finden Sie ein Formular, das bei Erstellung dieser Liste hilfreich sein kann: https://d34j62pglfm3rr.cloudfront.net/downloads/Liste+des+contacts+%C3%A0+remplir.pdf.
    Sind meine Daten während der Kontaktnachverfolgung ausreichend geschützt?

    Ja, wir gehen auf äußerst vertrauliche Weise mit den Informationen um.

    • Die von Ihnen übermittelte Information wird nur dazu benutzt, um Ihren Kontaktpersonen die passenden Ratschläge zu erteilen. Auf diese Weise tragen Sie zu der Abbremsung der Verbreitung des Virus bei.

    • Nur der zuständige Dienst hat Zugriff auf die Liste Ihrer Kontakte. Weder Arbeitgeber, Familie, Schule, Polizei noch andere Behörden können sie einsehen.

    • Wenn Sie mit Covid-19 infiziert sind und mit einer Gemeinschaft wie einem Wohn- und Pflegezentrum, einer Einrichtung für Behinderte, einer Schule,… in Kontakt bleiben oder in regelmäßigem Kontakt stehen, wird der Referenzarzt kontaktiert.

    • Den Personen aus Ihrer Kontaktliste wird Ihr Name nicht mitgeteilt. Sie bleiben anonym.

    • Der Mitarbeiter, der die Personen aus Ihrer Kontaktliste anruft, ist an das Berufsgeheimnis gebunden und Ihre Daten werden in einer gesicherten Datenbank der Behörden aufbewahrt.

    • Von Ihnen übermittelte Informationen werden zu keinem Zeitpunkt dazu benutzt, um zu überprüfen, ob Sie die Maßnahmen einhalten. Sie werden nicht mit der Polizei, der Justiz oder einem anderen Kontrolldienst geteilt.

    Wie werden die Behörden informiert?

    Wenn Sie sich krank fühlen, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt. Wenn er eine Ansteckung vermutet, wird er einen Test durchführen lassen und Ihre Daten gehen automatisch an die gesicherte Datenbank. Das Call Center wird nur benachrichtigt, wenn Ihr Test positiv ausfällt. In Ausnahmefällen kann der Hausarzt Ihre Daten sofort dem Call Center übermitteln, damit die Kontaktnachverfolgung schneller starten kann. Dies betrifft nur ganz dringende Covid-19-Verdachtsfälle.

    Ihr Hausarzt teilt Ihnen Ihre Testergebnisse mit, ob positiv oder negativ.

    Wann beginnt die Kontaktnachverfolgung?

    Wenn Sie Ihren Hausarzt kontaktieren und ein Verdacht auf Covid-19 vorliegt, wird er einen Test abnehmen. Sie isolieren sich sofort zu Hause. Wenn Ihr Arzt davon ausgeht, dass eine Covid-19-Ansteckung sehr wahrscheinlich ist, informiert er sofort das Call Center und die Kontaktnachverfolgung beginnt. Wenn Ihr Hausarzt davon ausgeht, dass eine Ansteckung möglich ist, wartet er das Testergebnis ab, bevor er das Call Center informiert. Wenn das Ergebnis positiv ist, ruft ein Mitarbeiter der Behörden Sie und Ihre Kontakte an; ein Besuch ist auch möglich. Die Kontaktnachverfolgung beginnt. Ist der Test negativ, gibt es keine Kontaktnachverfolgung, außer wenn der Arzt aufgrund Ihres Krankenbilds der Ansicht ist, dass das Testergebnis falsch ist. Ihr Hausarzt kann also dennoch entscheiden, eine Kontaktnachverfolgung in die Wege zu leiten.

    Während Sie auf das Ergebnis Ihres Tests oder die Entscheidung des Arztes, eine Kontaktnachverfolgung in die Wege zu leiten, warten, können Sie versuchen, eine Liste der Personen zu erstellen, mit denen Sie in den zwei Tagen vor Auftreten Ihrer Symptome Kontakt gehabt haben (zum Beispiel: Familienmitglieder, Kollegen, ein Freund oder eine Freundin, mit dem beziehungsweise der Sie spazieren gegangen sind, der Briefträger, mit dem Sie sich unterhalten haben…). Hier finden Sie ein Formular, das bei Erstellung dieser Liste hilfreich sein kann: https://d34j62pglfm3rr.cloudfront.net/downloads/Liste+des+contacts+%C3%A0+remplir.pdf.

    Wie werde ich kontaktiert?
    Der Mitarbeiter der Behörde kann Sie auf verschiedene Weise kontaktieren: telefonisch über die Nummer 02/214.19.19, per Post, per E-Mail oder per SMS über die Nummer 8811. Nur diese Nummern werden für eine Kontaktaufnahme verwendet. Wenn Sie die Anrufe nicht annehmen, kann ein Mitarbeiter Sie zu Hause besuchen.
    Und wenn ich nicht alle Personen aufzählen kann?

    Es ist normal, bei der Kontaktnachverfolgung nicht alle Personen angeben zu können. Versuchen Sie, so viele Kontakte wie möglich anzugeben, damit sie die passenden Ratschläge erhalten können. Dies ist umso wichtiger für Personen, mit denen Sie engen Kontakt hatten, d.h. mit denen Sie länger als 15 Minuten mit weniger als 1,5 Meter Abstand Kontakt hatten.

    Es bleibt daher auch äußerst wichtig, die grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

    • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich krank fühlen.

    • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände.

    • Halten Sie einen Abstand von 1,5 m zu anderen Personen ein.

    • Beschränken Sie Ihre körperlichen Kontakte. Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden über Webanwendungen.

    Darf ich arbeiten gehen, wenn ich Kontakt mit einem Covid-19-Patienten hatte?

    Sie gelten als Hochrisikokontakt, wenn Sie lange engen Kontakt mit einer angesteckten Person hatten, beispielsweise mit einem Kollegen, der im Büro in Ihrer Nähe sitzt. Ist dies der Fall, bleiben Sie 14 Tage zu Hause in Quarantäne. Sie dürfen also während dieses Zeitraums nicht zur Arbeit gehen. Wenn möglich können Sie im Homeoffice arbeiten. Ist dies nicht möglich, müssen Sie Ihren Arbeitgeber von Ihrer Abwesenheit in Kenntnis setzen. Wenn Sie in einem lebenswichtigen Beruf tätig sind (z. B. als Krankenschwester), kann es ausnahmsweise vorkommen, dass Sie zur Arbeit herangezogen werden, wenn dies zur Gewährleistung der Kontinuität der Pflege erforderlich ist. Dabei müssen strenge Bedingungen eingehalten werden, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen besprechen wird.

    Sie hatten einen Kontakt mit niedrigem Risiko, wenn der Kontakt nur sehr kurz war, zum Beispiel mit einem Kollegen, der weit entfernt von Ihnen sitzt. In diesem Fall brauchen Sie sich nicht zu isolieren, aber Sie müssen die grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen noch strikter einhalten. Homeoffice ist nach Möglichkeit vorzuziehen. Ist dies nicht möglich, können Sie arbeiten gehen, Sie müssen aber Mund und Nase zum Beispiel mit einer Schutzmaske bedecken.

    In jedem Fall müssen Sie sich bei Auftreten verdächtiger Symptome (Fieber, Husten, Atembeschwerden) isolieren und Ihren Hausarzt kontaktieren.

    Werde ich getestet, wenn ich Kontakt mit einer nun erkrankten Person hatte?

    Wenn Sie einen Kontakt mit niedrigem Risiko hatten und keine Symptome aufweisen, werden Sie nicht getestet. Weisen Sie Symptome auf, rufen Sie Ihren Hausarzt an, der bestimmen wird, ob ein Test erforderlich ist.

    Sind Sie ein Hochrisikokontakt und haben Sie beruflich häufig Kontakt mit Personen aus der Risikogruppe (beispielsweise mit Personen, die älter als 65 Jahre sind), werden Sie nach Ablauf der 14 Tage Hausquarantäne getestet. Wenn Sie Symptome aufweisen, werden Sie schneller getestet. Weisen Sie Symptome auf, rufen Sie Ihren Hausarzt an. Er wird bestimmen, ob eine Laboruntersuchung erforderlich ist.

    Ich hatte Kontakt mit einer Person, die einen Hochrisikokontakt hatte. Bin ich jetzt selbst eine Person, die einen Hochrisikokontakt hatte?
    Nein, Sie sind nur eine Person, die einen Hochrisikokontakt hatte, wenn Sie selbst Kontakt mit einer erkrankten Person hatten.
    Was muss ich tun, wenn ich in Hausquarantäne bin, weil ich selbst erkrankt bin?
    • Rufen Sie Ihren Hausarzt an, um ihn über die von Ihnen beobachteten Symptome zu informieren. Wenn Ihr Arzt eine Covid-19-Ansteckung vermutet, wird er für Sie einen Test im Krankenhaus veranlassen oder eventuell selbst einen Test durchführen. Zu diesem Zeitpunkt werden Sie auch um Ihre Telefonnummer gebeten.

    • Sie werden dann diesen Test durchführen, damit Sie und Ihr Arzt herausfinden können, ob Sie sich mit Covid-19 angesteckt haben.

    • Verlassen Sie Ihr Haus nicht. Das heißt, dass Sie weder einkaufen noch spazieren gehen dürfen. Sie können sich Ihre Einkäufe liefern lassen oder jemanden aus Ihrer Umgebung bitten, die Einkäufe für Sie zu erledigen. Sie dürfen in Ihren Garten oder auf Ihre Terrasse oder Ihren Balkon gehen und Ihren Briefkasten leeren.

    • Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zu Personen mit erhöhtem Risiko.

    • Isolieren Sie sich weitestmöglich von den Personen, die mit Ihnen unter einem Dach wohnen. Schlafen und essen Sie getrennt.

    • Lüften Sie regelmäßig den Raum, in dem Sie sich aufhalten.

    Was muss ich tun, wenn ich in Hausquarantäne bin, weil ich einen Hochrisikokontakt hatte?
    • Bleiben Sie 14 Tage zu Hause.

    • Dekontaminieren Sie häufig angefasste Oberflächen wie Türgriffe, Wasserhähne und Tische und lüften Sie regelmäßig alle Räume.

    • Es ist besser, wenn Sie Ihre Wohnung nicht verlassen. Für dringend notwendige Einkäufe wie Lebens- und Arzneimittel können Sie die Wohnung verlassen, wenn niemand anderes verfügbar ist, der Ihnen bei diesen Besorgungen behilflich sein kann. Tragen Sie stets eine Schutzmaske und vermeiden Sie den Kontakt mit anderen. Empfangen Sie keinen Besuch zu Hause.

    • Tragen Sie eine Schutzmaske (unsere Ratschläge dazu finden Sie hier: https://www.info-coronavirus.be/de/faq/#014)

    • Rufen Sie Ihren Hausarzt an, sobald Sie Symptome zeigen.

    • Sind Sie im Gesundheitswesen tätig?
      In diesem Fall bleiben Sie am besten zu Hause. Wenn Ihr Arbeitgeber Sie ausdrücklich darum bittet, können Sie Ihre Arbeit fortsetzen, wenn es für die Pflegeerbringung absolut notwendig ist und es keine anderen Lösungen gibt. Sie müssen jedoch die erforderliche Schutzausrüstung tragen. Dabei sind strenge Hygiene- und Schutzbedingungen zu beachten, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen prüfen wird.
      Der Mitarbeiter der Behörden, der Kontakt mit Ihnen aufgenommen hat, wird sich wahrscheinlich in regelmäßigen Abständen mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Entwicklung Ihrer Situation zu verfolgen.

    Ich lebe mit einer Risikoperson zusammen (zum Beispiel: einer Person über 65 oder einer Person, die an einer chronischen Krankheit leidet) und habe mit einer Person Kontakt gehabt, die Träger des Covid-19-Virus ist. Muss ich besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen?
    Wir empfehlen Ihnen, so weit wie möglich die Ratschläge in Bezug auf die häusliche Quarantäne anzuwenden, wie sie für einen Patienten gelten: Isolieren Sie sich zu Hause von der mit Ihnen zusammenwohnenden gefährdeten Person, bleiben Sie in einem Zimmer, schlafen Sie getrennt, benutzen Sie getrennte Sanitäranlagen und separates Besteck, lüften Sie Ihre Wohnung regelmäßig usw.