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Kontaktnachverfolgung: Zusammen die Verbreitung des Virus verlangsamen

Um die Übertragung eines Virus zu reduzieren, ist es wichtig, schnell herauszufinden, wer mit dem Covid-19-Virus infiziert ist und mit wem diese Personen kürzlich Kontakt hatten. Diese Personen können sich wiederum infizieren und den Virus zwei Tage, bevor sie selbst Symptome aufweisen, übertragen. Mit der Kontaktnachverfolgung können wir gemeinsam einer neuen Erkrankungswelle entgegenwirken.

Was ist Kontaktnachverfolgung? Dabei wird ermittelt, mit wem Träger des Covid-19-Virus in Kontakt gewesen sind. Wenn wir diese Personen schnell ausfindig machen, können wir sie darüber informieren, dass sie mit einem Träger des Virus in Kontakt waren. So kann jeder besonders auf die Einhaltung der individuellen Hygienemaßnahmen achten und somit zur Verlangsamung der Verbreitung des Virus beitragen.

Diese Methode der Kontaktnachverfolgung ist nicht neu. Diese Präventionsmethode wird weltweit zur Eindämmung der Verbreitung bestimmter Krankheiten wie Masern oder Meningitis eingesetzt. In Belgien wird die Kontaktnachverfolgung in Zusammenarbeit mit der AVIQ für die Wallonie, den Diensten des Vereinigten Kollegiums (COCOM) für Brüssel, der VAZG für Flandern und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft umgesetzt.

Die Kontaktnachverfolgung ist eine der Präventionsmaßnahmen gegen die Verbreitung des Virus. Die Anwendung der fünf Basisregeln ist grundlegend, um die Übertragung des Virus zu vermeiden.

Diese Basisregeln lauten wie folgt:

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände.
  • Halten Sie wenn möglich einen Abstand von 1,5 m zu anderen Personen ein.
  • Beschränken Sie Ihre körperlichen Kontakte.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind.
  • Tragen Sie eine Maske an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten.

Die Informationen über Kontaktnachverfolgung in Deutscher Gebärdensprache finden Sie hier.

konsultieren Sie die häufig gestellten Fragen.

Sie haben Symptome einer Covid-19-Erkrankung?

    1. Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden aufweisen, sind Sie vielleicht Träger des Coronavirus.

      • Bleiben Sie zu Hause, sobald diese Symptome auftreten.

      • Rufen Sie Ihren Hausarzt an und beschreiben Sie Ihre Symptome. Ihr Arzt wird Ihnen die passenden Ratschläge erteilen. Wenn Ihr Arzt eine Covid-19-Ansteckung vermutet, wird er für Sie einen Test im Krankenhaus veranlassen oder eventuell selbst einen Test durchführen. Zu diesem Zeitpunkt werden Sie auch um Ihre Telefonnummer gebeten.

      • Sie werden dann diesen Test durchführen, damit Sie und Ihr Arzt herausfinden können, ob Sie sich mit Covid-19 angesteckt haben.

      • Versuchen Sie, eine Liste der Personen zu erstellen, mit denen Sie in den zwei Tagen vor Auftreten Ihrer Symptome Kontakt gehabt haben (zum Beispiel: Familienmitglieder, Kollegen, ein Freund oder eine Freundin, mit der sie spazieren gegangen sind, der Briefträger, mit dem Sie sich unterhalten haben…).

      • Nach Möglichkeit sollte Ihre Liste Namen, Telefonnummer, Postanschrift, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse dieser Kontaktpersonen enthalten, sofern sie Ihnen bekannt sind.

      • Ihr Hausarzt oder der Arzt, der den Test vornimmt, meldet Ihre Erkrankung bei den zuständigen Instanzen, damit die Kontaktnachverfolgung schnell starten kann.

    1. Ein Mitarbeiter dieser Behörden wird Sie anrufen. Es ist wichtig, dass Sie seine Fragen so vollständig wie möglich beantworten.

      • Er bzw. sie wird Sie um die Liste der Kontaktpersonen bitten, die Sie erstellt haben.

      • Sie müssen ebenfalls Informationen zu sich selbst erteilen, damit die Situation korrekt eingeschätzt werden kann: Ihr Geburtsdatum, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand, Ihr Beruf, Ihr Kontakt zu gefährdeten Personen usw.

Diese Daten werden vertraulich behandelt. Dank Ihrer Mitarbeit können die Personen, mit denen Sie Kontakt hatten, rechtzeitig informiert werden und auf mögliche Symptome achten.

Sie hatten vielleicht Kontakt mit jemandem, der Träger des Covid-19-Virus ist?

Hatten Sie Kontakt mit jemandem, der nun krank zu sein scheint? Hatten Sie über einen längeren Zeitraum (mehr als 15 Minuten) engeren (weniger als 1,5 m Abstand) Kontakt mit dieser Person (zum Beispiel mit jemandem, der unter demselben Dach lebt wie Sie, ein Kollege, der im Büro in Ihrer Nähe sitzt, oder ein Schulfreund/eine Schulfreundin)? Dies nennt man einen Hochrisikokontakt da Sie ein hohes Risiko haben, infiziert zu sein. Was ist dann zu tun?

  • Bleiben Sie 14 Tage zu Hause in Quarantäne.

  • Desinfizieren Sie regelmäßig häufig angefasste Oberflächen wie Türgriffe, Wasserhähne und Tische und lüften Sie regelmäßig Ihre Wohnung.

  • Bedecken Sie Mund und Nase (zum Beispiel mit einer Mundschutzmaske).

  • Sie dürfen in Ihren Garten gehen, auf Ihren Balkon und zu Ihrem Briefkasten.

  • Es ist besser, wenn Sie Ihre Wohnung nicht verlassen. Für dringend notwendige Einkäufe wie Lebens- und Arzneimittel können Sie die Wohnung verlassen, wenn niemand anderes verfügbar ist, der Ihnen bei diesen Besorgungen behilflich sein kann. Tragen Sie stets eine Schutzmaske und vermeiden Sie den Kontakt mit anderen. Empfangen Sie keinen Besuch zu Hause.

  • Rufen Sie Ihren Hausarzt an, wenn sich Symptome wie Fieber oder Husten zeigen.

  • Gehören Sie zum Pflegepersonal?

    • In diesem Fall bleiben Sie am besten zu Hause. Wenn Ihr Arbeitgeber Sie ausdrücklich darum bittet, können Sie Ihre Arbeit fortsetzen, wenn es absolut notwendig ist und es keine anderen Lösungen gibt. Sie müssen jedoch die erforderliche Schutzausrüstung tragen. In diesem Fall sind ebenfalls strenge Hygiene- und Schutzbedingungen zu beachten, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen prüfen wird.
    • Der Mitarbeiter der Behörden, der Kontakt mit Ihnen aufgenommen hat, wird sich wahrscheinlich in regelmäßigen Abständen mit Ihnen in Verbindung setzen, um die Entwicklung Ihrer Situation zu verfolgen.

Hatten Sie im Supermarkt Kontakt mit Erkrankten oder ist jemand, der im Büro weit von Ihnen entfernt sitzt, erkrankt? Dies nennt man einen Kontakt mit niedrigerem Risiko Was ist dann zu tun?

  • Schränken Sie Körperkontakt so weit wie möglich ein. Sprechen Sie mit Familie und Freunden über Webanwendungen.
  • Achten Sie in den folgenden 14 Tagen besonders auf ausreichenden Abstand.
  • Waschen Sie sich die Hände oft und gründlich.
  • Bedecken Sie Mund und Nase, wenn Sie das Haus verlassen (zum Beispiel mit einer Mundschutzmaske). Sie dürfen also zur Schule oder zur Arbeit gehen.
  • Wenn Sie Symptome bemerken, rufen Sie Ihren Hausarzt an und isolieren Sie sich von anderen.

Und meine Daten?

Wir gehen auf äußerst vertrauliche Weise mit den Informationen um. Wie?

  • Ihre Daten und die Daten der Personen, mit denen Sie Kontakt hatten, werden in einer Datenbank von Sciensano, dem Belgischen Institut für Volksgesundheit, erfasst und verarbeitet.

  • Diese Daten werden aus drei Gründen erfasst:

    1. um die betreffenden Patienten ermitteln und mit Hilfe eines Callcenters kontaktieren zu können
    2. um den regionalen Gesundheits- und Präventionsdiensten und Hygieneinspektionen im Rahmen der Bekämpfung der Ausbreitung des Virus relevante Informationen zu liefern
    3. um wissenschaftliche, statistische und/oder strategische Forschung zu ermöglichen, nach einer Pseudonymisierung oder Anonymisierung der Daten.
  • Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten wird sehr ernst genommen. Daher ist der Zugriff auf diese Daten begrenzt auf:

    1. das Callcenter
    2. die regionalen Präventionsdienste und Hygieneinspektionen
    3. die mit der COVID-19 Risk Assessment Group verbundenen Wissenschaftler.

Diese Akteure und die mit der Pflege der Datenbank betrauten Techniker von Sciensano behandeln Ihre Daten vertraulich. Sciensano wird alle erhaltenen personenbezogenen Daten vor dem 9. Juni 2020 löschen. Daten, die für die wissenschaftliche Forschung bestimmt sind, werden bis zu 30 Jahre nach dem Tod des Patienten in einer separaten Umgebung und unter einem Pseudonym aufbewahrt.

  • Den Personen auf Ihrer Kontaktliste wird Ihr Name nicht mitgeteilt, wenn sie angerufen werden. Sie bleiben anonym.

  • Von Ihnen übermittelte Informationen werden zu keinem Zeitpunkt dazu benutzt, um zu überprüfen, ob Sie die Maßnahmen einhalten. Sie werden nicht mit der Polizei, der Justiz oder einem anderen Kontrolldienst geteilt.

Wie werde ich kontaktiert?

Der Mitarbeiter der Behörde kann Sie auf verschiedene Weise kontaktieren: telefonisch über die Nummer 02/214.19.19 oder per SMS über die Nummer 8811. Nur diese Nummern werden für eine Kontaktaufnahme verwendet.