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Impfung

Warum sich impfen lassen?

Der Impfstoff bringt Ihren Körper dazu, Antikörper zu bilden. Diese Stoffe helfen, die Viren abzuwehren. Kommen Sie später mit dem Virus in Kontakt? Dann werden die Antikörper Sie schützen.

Der Impfstoff schützt nicht nur Sie selbst, sondern auch die Menschen um Sie herum. Das Coronavirus ist gefährlich unter anderem für Menschen, die älter als 65 Jahre sind, oder für Menschen, die an bestimmten Erkrankungen leiden. Wenn mehr als 70 % aller Menschen in Belgien geimpft sind, kann sich das Virus weniger schnell ausbreiten. Dann sind auch Menschen geschützt, die sich nicht impfen lassen können. Das nennt man Gruppenimmunität.

Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig und für jeden kostenlos.

Bitte halten Sie sich auch nach der Impfung so lange an die Regeln, bis genügend Personen geimpft sind. Halten Sie also einen Abstand von 1,5 m ein, tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz und waschen Sie sich häufig die Hände.

Ist der Impfstoff sicher?

  • Es gab bereits ein großes Fachwissen über die Herstellung von Impfstoffen. Für die Corona-Impfstoffe haben Wissenschaftler, Pharmaexperten, Unternehmen und Behörden auf der ganzen Welt zusammengearbeitet. Im Hinblick auf die Dringlichkeit wurden dafür schnell Gelder und Zeit zur Verfügung gestellt. Dies ermöglichte die Entwicklung von Impfstoffen in kurzer Zeit.
  • Alle Impfstoffe werden zunächst von den Behörden streng geprüft. Klicken Sie hier für weitere Informationen (in französischer und niederländischer Sprache).  

Wann werden Sie geimpft?

Monat Wer
Januar de bewoners en het personeel van de woonzorgcentra + het zorgpersoneel (dokters, verpleegkundigen, …) in de ziekenhuizen
Februar Personal der Primärversorgung (Hausärzte, Apotheker usw.) + kollektive Betreuungseinrichtungen (Behindertenpflege usw.) und sonstiges Krankenhauspersonal
März Personen ab 65 Jahren
April Personen mit erhöhtem Risiko aufgrund bestimmter Gesundheitsprobleme und Personen, die wesentliche Funktionen ausüben (polizei)
Juni Alle über 18 Jahre

Dieser Zeitplan kann sich noch ändern. Klicken Sie hier für eine Übersicht pro Phase.

Praktisches: Wie läuft die Impfung ab?

  • Sie erhalten eine Einladung per Brief, SMS und/oder E-Mail.
  • Sie registrieren sich digital oder per Telefon.
  • Passt der Zeitpunkt nicht? Dann können Sie einen anderen Zeitpunkt wählen.

Während Ihres Termins:

  • Sie erhalten eine Spritze in den Oberarm.
  • Einige Wochen nach der ersten Spritze erhalten Sie eine zweite Spritze. Derzeit werden für jeden Impfstoff 2 Spritzen benötigt, außer für den Impfstoff von Johnson & Johnson.
  • Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis Ihr Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Erst dann schützt Sie der Impfstoff bestmöglich vor dem Coronavirus.

Aktueller Stand der Impfungen und Lieferungen

Wie viele Impfungen wurden bereits verabreicht, wie viele wurden ausgeliefert? Eine Übersicht finden Sie in diesem Chart - Update 18. März.

Dieser Chart wird jeden Samstag aktualisiert.

Häufig gestellte Fragen

    Warum sollte ich mich impfen lassen?
    • Damit der Impfstoff in der Bevölkerung effizient wirkt und sich eine Herdenimmunität entwickelt, sollten mindestens 70 % der Belgier geimpft werden. Herdenimmunität bedeutet, dass eine ausreichend große Gruppe von Menschen eine Resistenz gegen das Virus entwickelt hat, so dass dieses nur schwer oder gar nicht mehr zirkulieren kann. Dadurch kann sich das Virus nicht mehr massiv ausbreiten und eine schwere Epidemie mit damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen auslösen. Geschützt sind so auch diejenigen, die nicht geimpft werden können (z. B. Schwangere, Krebspatienten in Akutbehandlung oder Menschen mit einer schweren allergischen Vorgeschichte bezüglich Impfstoffen (wie anaphylaktischen Reaktionen)).
    • Wenn sich hingegen nur wenige Menschen impfen lassen, wird sich das Virus weiter ausbreiten und das Erreichen einer Herdenimmunität wird sehr schwierig. Entsprechend sind dann mehr Menschen dem Risiko einer Infektion ausgesetzt. Und dies wiederum verursacht eine neue Epidemie mit den damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen.
    • Je schneller die Impfquote steigt, desto schneller können die Maßnahmen gelockert werden. Denn eine infizierte, aber geimpfte Person wird weniger andere Menschen anstecken.
    • Das heißt aber nicht, dass gleich zu Beginn der Impfung alles wieder möglich ist. Eine Lockerung kann nur schrittweise erfolgen, da nicht alle auf einmal geimpft werden können, sondern in verschiedenen, von den Behörden festgelegten Phasen. Solange also noch viele Menschen infiziert werden können, besteht die ernste Gefahr einer neuen Infektionswelle, weshalb die Maßnahmen auch weiterhin eingehalten werden müssen.
    • Wir streben daher Schritt für Schritt eine Herdenimmunität mithilfe des Impfstoffs an. Auch dann müssen wir uns jedoch vor Augen halten, dass stets das Risiko eines lokalen Wiederaufflackerns besteht.
    • Zudem ist eine Infektion mit dem COVID-19-Virus auch für junge, gesunde Menschen nicht ohne Risiken. Es hat sich gezeigt, dass auch gesunde Menschen an dem Virus schwer erkranken und langfristige Beschwerden wie Lungenschäden davontragen können.
    Was ist ein Impfstoff und wie wirkt er?
    • Ein Impfstoff gegen eine Virusinfektion besteht aus einem Partikel dieses Virus. Bei einer Impfung wird das Viruspartikel - in der Regel durch eine Injektion - in den menschlichen Körper eingebracht (denken Sie an die Impfungen, die Sie als Kind standardmäßig gegen das Hepatitis-B-Virus usw. erhielten). Auf diese Weise bildet unser Körper Antikörper gegen das Virus, dessen Partikel injiziert wurde.
      • So trainieren Impfstoffe das Immunsystem. Wenn der Impfstoff verabreicht wird, betrachtet der Körper Sie als Träger des Virus, was die Bildung von Antikörpern bewirkt. Auf diese Weise sind der Körper und das Immunsystem vorbereitet, falls das Virus tatsächlich zuschlägt.
      • Der Vorteil der Impfung besteht darin, dass Sie die Erkrankung nicht durchzumachen brauchen und somit nicht dem Risiko der damit verbundenen, teils schwerwiegenden oder sogar lebensbedrohlichen Komplikationen ausgesetzt sind.
    • Alle COVID-19-Impfstoffe wirken theoretisch ungefähr nach dem gleichen Prinzip, doch gibt es erhebliche Unterschiede in ihrer Zusammensetzung. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie alle trainieren das Immunsystem.
    Welche Impfstoffe gegen COVID-19 sind derzeit verfügbar?
    • Es ist sehr wichtig zu wissen, dass in Europa alle Impfstoffe, die verabreicht werden, zuvor der strengen Kontrolle der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) unterzogen wurden. Diese strengen Kontrollen konzentrieren sich auf die Sicherheit des Impfstoffs, seine Wirksamkeit (wirkt er tatsächlich?) und seine Qualität. Wenn alle Daten über die Impfstoffe der strengen Kontrolle entsprechen, wird eine Entscheidung der Europäischen Kommission zur Zulassung des Impfstoffs folgen und diese Impfstoffe können in unserem Land verabreicht werden.
    • Am 21. Dezember 2020 hat die EMA eine positive Stellungnahme zum Impfstoff von BioNtech/Pfizer abgegeben, woraufhin dieser von der Europäischen Kommission zugelassen wurde. Am 28. Dezember wurde dieser Impfstoff zum ersten Mal in drei belgischen Alten- und Pflegeheimen (Puurs, Brüssel und Mons) verabreicht. Seit dem 5. Januar wird der Impfstoff in allen Wohnpflegezentren und an Pflegekräfte in Krankenhäusern verabreicht, die den Impfstoff bei sehr niedrigen Temperaturen lagern (die “HUB-Krankenhäuser”). In der Zwischenzeit wurde auch der Impfstoff von Moderna zugelassen (6. Januar 2021). Weitere Impfstoffkandidaten werden später untersucht, darunter die von Astra Zeneca, Johnson & Johnson oder Curevac.
    Wird es eine Impfpflicht gegen COVID-19 geben?
    • Nein. Wie die meisten Impfungen in unserem Land ist auch die Impfung gegen COVID-19 absolut freiwillig.
    • Die Impfung ist in Belgien kostenlos.
    Wie viele Dosen sollte ich vom Impfstoff erhalten?
    Bei den meisten der Impfstoffe, die heute bereits zugelassen sind (Pfizer und Moderna) oder deren Zulassung derzeit durch die Europäische Arzneimittel-Agentur geprüft wird (AstraZeneca/Oxford und Curevac), handelt es sich um zwei Dosen, die im Abstand von wenigen Wochen (drei Wochen beim Pfizer-Impfstoff und vier Wochen bei den anderen) verabreicht werden.
    Sollte ich mich auch dann impfen lassen, wenn ich bereits COVID-19 hatte?
    • Es kann bislang noch nicht bestätigt werden, ob und wie lange jemand, der bereits an COVID-19 erkrankt ist, künftig immun gegen die Krankheit ist. In jedem Fall gibt es Meldungen über Re-Infektionen. Außerdem ist es praktisch unmöglich, bei jedem Menschen die Blut-Antikörper gegen COVID-19 zu überprüfen und damit auch, ob eine Impfung angeraten ist.
    • Es besteht keine Pflicht zur Impfung, aber sie schützt Sie selbst und andere. Impfstoffe trainieren das Immunsystem gesunder Menschen für den Fall, dass die Krankheit tatsächlich oder erneut zuschlägt.
    Wie werden Wirksamkeit und Nebenwirkungen des Impfstoffs kontrolliert?
    Sobald der Impfstoff von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassen ist und auf den europäischen Markt kommt, wird neben der Packungsbeilage für die breite Öffentlichkeit (in der Impfstoffverpackung) auch eine sogenannte wissenschaftliche Packungsbeilage entwickelt, die sich z.B. an Ärzte richtet. Dies ist nun für den Pfizer-COVID19-Impfstoff geschehen. Die belgische Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP) wird die Beipackzettel auf ihrer Website (www.fagg-afmps.be) veröffentlichen, sobald sie in den drei Landessprachen sowie in weiteren Sprachen verfügbar sind. Sie können alle unerwünschten Reaktionen auf den Impfstoff über https://www.afmps.be/fr/effet_indesirable melden.
    Wo können wir sehen, wie viele Menschen bereits geimpft wurden?
    Die Website von Sciensano bietet ein tägliches Update über die Anzahl der geimpften Menschen in unserem Land: https://datastudio.google.com/embed/u/0/reporting/c14a5cfc-cab7-4812-848c-0369173148ab/page/hOMwB.
    Muss ich mich vor der Impfung auf COVID-19 testen lassen?
    Nein, es ist nicht notwendig, sich vor der Impfung auf COVID-19 testen zu lassen. Selbst wenn Sie unwissentlich infiziert sind, kann der Impfstoff völlig sicher verabreicht werden.
    Ich bin weniger mobil. Wie und wo kann ich mich impfen lassen?
    Für weniger mobile Menschen arbeiten wir mit den lokalen Behörden zusammen, um Lösungen zu finden. Denken Sie zum Beispiel an mobile Teams oder eine Taximöglichkeit. Wie genau dies geschehen wird, wird so bald wie möglich geklärt.
    Worin unterscheiden sich die Impfstoffe?

    Wissenschaftler haben verschiedene Arten von Impfstoffen gegen COVID-19 entwickelt. Alle diese Impfstoffe zielen darauf ab, unser Immunsystem auf sichere Weise in die Lage zu versetzen, das Coronavirus zu bekämpfen und unser Immunsystem zu trainieren. So ist der Körper für den Fall vorbereitet, dass das Virus tatsächlich zuschlägt.

    Verschiedene Arten potenzieller COVID-19-Impfstoffe sind in der Entwicklungsphase:

    1. Inaktivierte oder abgeschwächte Virusimpfstoffe, die eine Form des Virus verwenden, die inaktiviert oder abgeschwächt wurde, so dass sie keine Krankheit verursacht, aber dennoch eine Immunantwort hervorruft.
    2. Proteinbasierte Impfstoffe mit harmlosen Proteinfragmenten oder Proteinhüllen, die das COVID-19-Virus nachahmen, um eine sichere Immunantwort zu erzeugen.
    3. Virale Vektorimpfstoffe verwenden ein Virus, das gentechnisch so verändert wurde, dass es keine Erkrankung hervorruft, vielmehr Coronavirus-Proteine produziert, um eine sichere Immunantwort zu erzeugen.
    4. RNA- und DNA-Impfstoffe, ein fortschrittlicher Ansatz, bei dem gentechnisch veränderte RNA oder DNA verwendet wird, um ein Protein zu erzeugen, das selbst eine sichere Immunantwort auslöst.
    Welche Impfstoffe hat Belgien bestellt?
    • Am 21. Dezember 2020 hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eine positive Stellungnahme zum Impfstoff von BioNtech/Pfizer abgegeben, woraufhin dieser von der Europäischen Kommission zugelassen wurde. Am 28. Dezember wurde dieser Impfstoff zum ersten Mal in drei belgischen Alten- und Pflegeheimen (Puurs, Brüssel und Mons) verabreicht. Seit dem 5. Januar wird diese Impfung in allen Alten- und Pflegeheimen in Belgien durchgeführt. In der Zwischenzeit wurde auch der Impfstoff von Moderna zugelassen (6. Januar 2021). Weitere Impfstoffkandidaten werden später untersucht, darunter die von Astra Zeneca, Johnson & Johnson oder Curevac.

Ist der Corona-Impfstoff sicher?

    Ist der Corona-Impfstoff angesichts seiner schnellen Entwicklung sicher?

    COVID-19-Impfstoffe werden nach den gleichen strengen gesetzlichen Anforderungen an pharmazeutische Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit entwickelt wie andere Arzneimittel. Dass der Impfstoff so schnell entwickelt werden kann, liegt daran, dass weltweit alle Beteiligten (Hersteller, Forscher und Regierungen) diesem Thema gemeinsam absolute Priorität eingeräumt haben.

    Die verschiedenen Phasen der Impfstoffentwicklung:

    1. In der ersten Phase unterzieht der Entwickler seinen Impfstoff strengen Tests. Hier wird die Qualität des Impfstoffs überprüft, insbesondere die Reinheit, die Inhaltsstoffe und der Herstellungsprozess.
    2. Anschließend erfolgt eine wissenschaftliche Bewertung durch die Regulierungsbehörden. Dies sind die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und andere Aufsichtsbehörden in den EU/EWR-Staaten.
    3. Anschließend wird die Wirksamkeit des Impfstoffs vom Entwickler getestet. Dies geschieht durch Labortests.
    4. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Impfstoffe an freiwilligen Probanden getestet. Dies erfolgt in drei klinischen Studienphasen mit einer immer größeren Teilnehmerzahl. Dieses Testprogramm muss in Übereinstimmung mit den von den Regulierungsbehörden festgelegten Verfahren und Protokollen durchgeführt werden. Dies wird auch jedes Mal von einer Medizinischen Ethik-Kommission gebilligt.
    5. Am Ende des Testprogramms legt der Entwickler die Ergebnisse der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor. Letztlich wird die Zulassung nur erteilt, wenn die EMA fundierte wissenschaftliche Belege dafür erhält, dass der Nutzen von Impfstoffen die Risiken überwiegt.
    Warum kann die Entwicklung eines sicheren, praxistauglichen und qualitativ hochwertigen Impfstoffs nun so schnell erfolgen?

    Das Besondere an den COVID-19-Impfstoffen ist, dass die Entwicklung und die mögliche Zulassung eines Impfstoffs aufgrund der gesundheitlichen Notlage auf allen Ebenen Priorität haben und daher schneller verlaufen.

    • Herstellung: Die Hersteller selbst erlauben eine Überschneidung der verschiedenen Phasen der Impfstoffentwicklung: So können z.B. Phase-3-Studien gleichzeitig mit Phase-2-Studien starten. Dies bedeutet nicht, dass die Impfstoffe weniger sicher sind, da jede Phase korrekt durchlaufen werden muss. Wie alle Arzneimittel werden auch die COVID-19-Impfstoffe im Labor und in präklinischen und klinischen Studien (Phasen 1, 2 und 3) getestet. Natürlich gelten bei jedem Schritt weiterhin die gleichen strengen Anforderungen wie für alle anderen Arzneimittel. Sie werden auch an einer breiten Zielgruppe getestet.
    • Zulassung: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Expertengruppe eingerichtet, die sich vorrangig mit dem COVID-19-Bewertungsverfahren befasst. Auf diese Weise werden die Anträge der Unternehmen schneller ausgewertet und zugleich solide wissenschaftliche Gutachten gewährleistet.
    • Weltweit: Aufgrund der Krisensituation infolge der COVID-19-Pandemie werden die COVID-19-Impfstoffe weltweit mit absoluter Priorität entwickelt.
    • Umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse: Die Entwicklung von Impfstoffen gegen COVID-19 wird auch durch die Erkenntnisse, die in den letzten Jahren bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen andere SARS/Coronaviren gewonnen wurden, beschleunigt. So greifen manche Unternehmen oder Forschungsinstitute auf bestehende Verfahren zurück, um ihren Impfstoff herzustellen.
    • Mehr Ressourcen: Zusätzlich werden mehr Ressourcen mobilisiert und gebündelt, während sie bei einer normalen Entwicklung eher über einen längeren Zeitraum verteilt sind (sowohl in Pharmaunternehmen als auch bei den zuständigen Behörden).

    Somit ist der Prozess der Entwicklung und Zulassung von COVID-19-Impfstoffen vor allem effizienter. Bei der Beurteilung werden keine wichtigen Schritte übersprungen, denn diese Impfstoffe müssen die gleichen Anforderungen erfüllen wie alle anderen Impfstoffe. Erst wenn hinreichend nachgewiesen wird, dass der Impfstoff von guter Qualität, wirksam und sicher ist, wird eine positive Empfehlung für seine Registrierung abgegeben.

    Der Impfstoff wurde so schnell entwickelt, kennt man die langfristigen Nebenwirkungen?
    • Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass ein Impfstoff nur dann zugelassen wird, wenn Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit ausreichend nachgewiesen wurden. Deshalb ist Phase 3 der klinischen Studien so wichtig.
    • Bei klinischen Studien wird der Impfstoff in mehreren Phasen an großen Personengruppen getestet, in der letzten (dritten) Phase oft an Zehntausenden Menschen. Bei einem Corona-Impfstoff sind es deren viel mehr als bei den meisten anderen Impfstoffen, nämlich zwischen 30 000 und 60 000 Personen. Dank dieser Studien lässt sich feststellen, ob und welche Nebenwirkungen auftreten können. Die meisten Nebenwirkungen treten innerhalb von sechs Wochen nach der Impfung auf. Diese werden dann bei klinischen Studien berücksichtigt.
    • Das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen nach der Zulassung des Impfstoffs ist daher gering. Trotzdem lässt es sich nie ganz ausschließen. Dies gilt nicht nur für den Corona-Impfstoff, sondern für alle Impfstoffe und Arzneimittel. Deshalb wird der Impfstoff auch nach seiner Zulassung weiterhin genau überwacht.
    • Für den Corona-Impfstoff wurde ein spezielles europäisches Überwachungssystem eingerichtet. So können wir bei Bedarf schnell reagieren.
    Was ist, wenn es dennoch Nebenwirkungen gibt?
    • Nach der Zulassung eines Impfstoffs überwacht die Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP) den Impfstoff weiter und verfolgt die Studien genau wie bei Arzneimitteln oder anderen Impfstoffen. Denn jedes Arzneimittel und jeder Impfstoff haben Nebenwirkungen. Meist handelt es sich um milde Nebenwirkungen oder Nebenwirkungen von kurzer Dauer.
    • Für den Corona-Impfstoff wurde ein spezielles europäisches Überwachungssystem eingerichtet. So können wir bei Bedarf schnell reagieren.
    • Treten bei einer Person nach der Impfung Nebenwirkungen auf, unabhängig davon, ob sie in der Packungsbeilage aufgeführt sind oder nicht? Dann können Sie dies der Föderalagentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (FAAGP) melden. Die Experten der FAAGP bewerten diese Nebenwirkungen. Solche Erkenntnisse werden auch weltweit geteilt. Durch die umfassende Sammlung der Daten werden eventuelle Signale schneller erkannt.
    • Tritt eine seltene Nebenwirkung auf oder verschlechtert sich die Qualität eines Arzneimittels oder Impfstoffs? De FAAGP beurteilt diese Situation und ergreift ggf. Maßnahmen. Zum Beispiel durch Anpassung des Beipackzettels oder durch Warnung der Gesundheitsdienstleister. Im Extremfall wird das Arzneimittel oder der Impfstoff vom Markt genommen.
    Verändern bestimmte Impfstoffe die DNA?
    • Nein. Ein mRNA-Impfstoff verändert nicht die DNA, sondern führt dem Körper eine harmlose Variante mit dem gleichen genetischen Code (mRNA) wie dem des Virus zu, sodass der Körper den Code lesen und virale Proteine bilden kann. So kann das Immunsystem Antikörper gegen das Virus bilden und der Organismus schnell reagieren, wenn er tatsächlich mit dem Virus in Kontakt kommt.
    • Die Variante mit dem im Impfstoff enthaltenen genetischen Code kann nicht mit dem Wirtsgenom, Ihrer DNA, verschmelzen. Es wird nämlich in einer Zelle des Körpers in Spike-Proteine, ein Eiweiß, umgewandelt. Die Fragmente dieses Proteins werden für die Immunzellen im Körper sichtbar, sodass Antikörper produziert werden, die das Virus erkennen. Letztendlich wird der Impfstoff vom Körper auf natürliche Weise abgebaut. Er verändert also nicht die DNA.
    Schützt mich der Impfstoff auch noch, wenn das Virus mutiert?
    • Im Allgemeinen mutieren Viren. Das bedeutet, dass sich das genetische Material des Virus verändert. Dies geschieht bei verschiedenen Viren nicht immer mit der gleichen Geschwindigkeit. Mutationen beeinflussen nicht unbedingt die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen das Virus.
    • Manche Impfstoffe bleiben noch viele Jahre nach ihrer Entwicklung wirksam und bieten einen Langzeitschutz, wie diejenigen gegen Masern oder Röteln. Andererseits können sich Virusstämme für Krankheiten wie die Grippe verändern, sodass die Zusammensetzung des Impfstoffs im Hinblick auf seine Wirksamkeit jährlich aktualisiert werden muss.
    • Die Wissenschaftler und die Aufsichtsbehörden überwachen, ob sich das Coronavirus im Laufe der Zeit verändert und ob die Impfstoffe vor einer Infektion mit neuen Virusvarianten schützen können.
    • Sollte sich herausstellen, dass Anpassungen erforderlich sind, wird die Wissenschaft eine Antwort darauf geben, genau wie bei anderen Viren, denen wir uns auch angepasst haben.
    Wie viel Zeit sollte zwischen der Verabreichung des COVID-19-Impfstoffs und anderer Impfstoffe liegen?
    Hier gilt die allgemeine Regel der Totimpfung: Der COVID-19-Impfstoff kann zwei Wochen vor oder zwei Wochen nach einem anderen Totimpfstoff, wie dem Grippeimpfstoff oder dem Pneumokokkenimpfstoff, verabreicht werden. Das Gleiche gilt für andere Totimpfstoffe, z.B. den Impfstoff gegen Keuchhusten oder den Impfstoff gegen humane Papillomaviren. Sollte dieser Abstand von 14 Tagen versehentlich nicht eingehalten werden und kürzer sein, bleiben die verabreichten Impfstoffe wirksam und ist keine neue Impfung erforderlich. Dies hilft, eventuelle Nebenwirkungen dem richtigen Impfstoff zuzuordnen.
    Ich stille. Darf ich mich impfen lassen?

    Wenn Sie stillen, dürfen Sie sich mit mRNA-Impfstoffen gegen COVID-19 impfen lassen. Sie müssen das Stillen nicht unterbrechen. Obwohl es keine wissenschaftlichen Studien über die Sicherheit dieser Impfstoffe für gestillte Säuglinge gibt, geht man davon aus, dass diese Impfstoffe sicher sind, weil sie keine Lebendviren enthalten und weil die Impfstoffkomponenten im Körper der Frau sehr schnell abgebaut werden.

    Lesen Sie die Stellungnahme des Hohen Gesundheitsrates über die SARS-CoV-2-Impfung von Schwangeren, Frauen die schwanger werden wollen, oder stillenden Müttern, mit einem Messenger-RNA-Impfstoff: https://www.health.belgium.be/de/stellungnahme-9622-impfung-gegen-covid-19-bei-schwangeren-frauen

    Ich bin schwanger oder möchte schwanger werden, darf ich mich impfen lassen?

    Für schwangere Frauen wird die Impfung nicht systematisch empfohlen. Eine Impfung kann jedoch in Betracht gezogen werden, wenn Sie

    • ein höheres Risiko haben, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, z. B. Frauen, die im Pflegesektor arbeiten;
    • aufgrund bestimmter Vorerkrankungen ein höheres Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkranken.

    Frauen, die schwanger werden wollen, können geimpft werden. Es wird jedoch empfohlen, die Schwangerschaft bis nach der zweiten Impfung zu verschieben, es sei denn, Sie

    • haben ein höheres Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, z. B. Frauen, die im Pflegesektor arbeiten;
    • haben aufgrund bestimmter Vorerkrankungen ein höheres Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken.

    Wenn Sie nach der ersten Impfung dennoch schwanger werden, wird die zweite Dosis abhängig von Ihrer spezifischen Situation verabreicht.

    Lesen Sie die Stellungnahme des Hohen Gesundheitsrates über die SARS-CoV-2-Impfung von Schwangeren, Frauen die schwanger werden wollen, oder stillenden Müttern, mit einem Messenger-RNA-Impfstoff: https://www.health.belgium.be/de/stellungnahme-9622-impfung-gegen-covid-19-bei-schwangeren-frauen

    Ich bin 64 Jahre alt und habe eine (familiäre) Thrombose-Vorgeschichte, und ich habe eine Embolie gehabt. Sollte ich mir Sorgen machen, wenn ich einen Impfstoff von AstraZeneca bekommen würde?

    Mit einem Impfstoff von AstraZeneca haben Sie im Alter von 64 Jahren weder ein höheres noch ein geringeres Risiko für eine klassische Thrombose. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen einer “klassischen Thrombose” und der seltenen Form, die nach einer Impfung auftritt. Eine klassische Thrombose tritt bei 1 bis 4 von 1.000 Personen pro Jahr auf, unabhängig von der Covid-19-Impfung. Dieses Risiko steigt mit dem Alter, ist dann aber immer noch unabhängig von der Covid-19-Impfung mit einem beliebigen Impfstoff.

    Die aktuelle Debatte in Europa betrifft die sehr seltenen Blutgerinnungsstörungen, die nach der Verabreichung des Impfstoffs von AstraZeneca beobachtet wurden, insbesondere bei Personen unter 55 Jahren und bei Frauen. Es handelt sich um sehr seltene Thrombosen an außergewöhnlichen Stellen UND in Kombination mit einer verminderten Thrombozytenzahl. Im Vereinigten Königreich gab es 30 Fälle bei 18 Millionen verabreichten AstraZeneca-Impfstoffen (Stand Ende März): Es ist also bisher extrem selten. Die Schätzungen liegen derzeit zwischen 1 pro 200.000 und 1 pro 1.000.000 geimpften Personen (Belg Soc on Thrombosis and Hemostasis).

    Wenn wir uns die Zahlen ansehen, die kürzlich von der Europäischen Arzneimittelagentur untersucht wurden (April 202), gab es 86 Fälle bei 25 Millionen verabreichten Impfstoffen von AstraZeneca. Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 45 Jahren, 50 % sind also unter 45. Nach einer gründlicheren Analyse entschied die Europäische Arzneimittelbehörde am Mittwoch, den 7. April 2021, dass der Impfstoff von AstraZeneca sicher ist und dass der Nutzen die möglichen seltenen Risiken überwiegt.

    Die Tatsache, dass wir jetzt die 3 verfügbaren Impfstoffe bei Menschen über 55 einsetzen, hat also nichts damit zu tun, dass die Älteren weniger zählen als die Jungen, sondern damit:

    • dass das Risiko für diese seltenen Blutgerinnungsstörungen vor allem bei Menschen unter 55 Jahren gegeben ist; • dass die Krankheitsrisiken von Covid-19 (Krankenhausaufenthalte, Komplikationen, Todesfälle) ab dem Alter von 50 Jahren signifikant zu steigen beginnen; • dass der Impfstoff von AstraZeneca besonders wirksam bei den über 55-Jährigen ist.

    In diesen seltenen Fällen gibt es keine prädisponierenden Risikofaktoren, wie z. B. die Pille, tiefe Venenthrombose (TVT), Übergewicht, familiäre Thrombose oder Faktor-V-Leiden (erbliche Blutgerinnungserkrankung). Daher kommen der Oberste Gesundheitsrat und die belgische und internationale Gesellschaft für Thrombose und Hämostase zu dem Schluss, dass es keinen Grund gibt, den AstraZenca-Impfstoff nicht zu erhalten, selbst wenn Sie eine Vorgeschichte von Thrombose oder mögliche andere Risikofaktoren haben.

    Kurz und gut:

    Man muss hier zwischen 2 Arten von Thrombosen unterscheiden:

    1. der klassischen Thrombose: Sie kann mit oder ohne Impfung auftreten, bei etwa 1 bis 4 von 1.000 Menschen pro Jahr.
    2. den seltenen Fällen von Thrombose in Verbindung mit einer reduzierten Thrombozytenzahl: Diese haben eine immunologischen Ursache und können auftreten nach: • einer Infektion; • der Einnahme von Medikamenten; • der Impfung.

    Ihr Immunsystem greift dann Ihre eigenen Blutplättchen an. Das ist also ein ganz anderer Mechanismus. Selbst in diesen seltenen Fällen sehen wir also keine Risikofaktoren wie Rauchen, Pilleneinnahme, Thrombose in der Vorgeschichte, familiäre Thrombose, Embolie usw. Daher sind diese Faktoren kein Grund, sich nicht gegen Covid-19 impfen zu lassen, auch nicht mit dem Impfstoff von AstraZeneca im Speziellen.

    Ich bin 56 Jahre alt, fühle mich gesund und habe keine chronischen Erkrankungen. Wie hoch ist mein Risiko, eine seltene Thrombose zu entwickeln?

    Diese Chance ist extrem gering, verglichen mit anderen Risiken und den möglichen Komplikationen, wenn Sie sich mit Covid-19 infizieren. Covid-19 birgt ein hohes Risiko für Thrombosen und Lungenembolien: 10 bis 60 % der Menschen, die mit Covid-19 hospitalisiert werden, erleiden eine Thrombose mit Gerinnungsstörungen, die auf Covid-19 zurückzuführen ist.

    Basierend auf Daten aus dem Vereinigten Königreich hat eine Person im Alter von 50-59 Jahren ein Risiko 4 auf 1.000.000, die seltene Thrombose zu entwickeln, verglichen mit einem Risiko von fast 1.000 auf 1.000.000, aufgrund von Covid-19 auf eine Intensivstation eingeliefert zu werden. Dort haben Sie ein Risiko von 1 zu 3 zu sterben.

    Warum darf der Impfstoff von AstraZeneca jetzt an Menschen über 55 Jahren verabreicht werden und nicht schon vor einem Monat?
    Vor einem Monat fehlten uns Daten zur Wirksamkeit des Impfstoffs von AstraZeneca bei Menschen über 55 Jahren. Daher haben wir, wie eine Reihe anderer Länder in Europa, den Impfstoff für Personen unter 56 Jahren empfohlen. Inzwischen gibt es ausreichend Informationen über die sehr gute Wirksamkeit des Impfstoffs von AstraZeneca, die bei Hunderttausenden von Menschen über 55 Jahren in Schottland nachgewiesen wurde. Für viele Länder in Europa reichte dies aus, um den Impfstoff für einige Wochen in dieser Altersgruppe zuzulassen.
    Kann eine Person, die bereits einmal mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft wurde, eine zweite Dosis mit einem anderen Impfstoff erhalten? Ich habe bereits die erste Dosis erhalten und bin im Zweifel über die zweite Dosis. Gibt es eine Alternative?

    Derzeit überprüfen wir die Daten aus dem Vereinigten Königreich fast täglich. Dort wurde im März mit der Verabreichung der zweiten Dosis des Impfstoffs von AstraZeneca begonnen. Mehr als 1.000.000 zweite Dosen des Impfstoffs wurden inzwischen (12.04.2021) verabreicht, darunter an fast 300.000 bei Personen unter 55 Jahren. Es werden keine Probleme festgestellt. In 2 Wochen werden Millionen von Impfstoffen verabreicht worden sein, und dann werden wir genug Informationen haben, um zu entscheiden:

    • die zweite Dosis des Impfstoffs von AstraZeneca anzuwenden. o Dies wird wahrscheinlich die Empfehlung werden, basierend auf den Daten aus dem Vereinigten Königreich und auf dem immunologischen Mechanismus der Entstehung dieser seltenen Thrombosen. • möglicherweise ein längeres Intervall abzuwarten, bis wir mehr wissen; • möglicherweise auf einen anderen Impfstoff umzusteigen. o Diese Informationen sind möglicherweise noch nicht verfügbar. o Deutschland hat nun damit begonnen, basierend auf früheren wissenschaftlichen Beweisen, dass es funktioniert. o Im Vereinigten Königreich gibt es eine laufende Studie zur Austauschbarkeit von Impfstoffen, allerdings nur bei älteren Personen. • keine zweite Dosis zu geben und eventuell im Herbst eine Auffrischung mit einem angepassten Impfstoff gegen Varianten des Coronavirus zu verabreichen; • möglicherweise, wie derzeit, aus eigenem Antrieb einer zweiten Dosis des AstraZeneca-Impfstoffs zuzustimmen, obwohl dies nicht die Empfehlung ist.

    Glücklicherweise haben wir noch Zeit bis zum 5. Mai, bevor wir mit der möglichen Verabreichung der zweiten Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca beginnen. Progressive Einsicht wird daher eine Antwort auf die obige Frage geben, auch für Personen unter 56 Jahren.

    Eine junge Frau, die bereits 1 Dosis des Impfstoffs von AstraZeneca erhalten hat, ist nun schwanger. Kann sie eine zweite Dosis des Impfstoffs von AstraZeneca erhalten?

    Eine Möglichkeit ist, die zweite Dosis bis nach der Entbindung zu verschieben. Bis dahin werden wir mehr Klarheit haben.

    Diese Frau kann auf eigene Initiative eine zweite Dosis erhalten (Szenario 5, wie oben beschrieben). Je nachdem, was wir Anfang Mai wissen, werden wir in der Lage sein, eine Meinung über die zweite Dosis des Impfstoffs von AstraZeneca zu formulieren, auch für Menschen, die jünger als 56 Jahre sind.

    Ich nehme jeden Tag Blutverdünner. Darf ich den Impfstoff von AstraZeneca bekommen?
    Nein. Wir empfehlen dies absolut nicht. Sie müssen nichts Besonderes tun, bevor Sie einen Impfstoff erhalten. Das ist nicht nur der Standpunkt des Hohen Gesundheitsrates unseres Landes, sondern auch der der International Society of Thrombosis and Haemostasis (ISTH), der absoluten Weltexperten auf diesem Gebiet.
    Ist es hilfreich, vor der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff Blutverdünner einzunehmen?
    Nein. Wir empfehlen dies absolut nicht. Sie müssen nichts Besonderes tun, bevor Sie einen Impfstoff erhalten. Das ist nicht nur der Standpunkt des Hohen Gesundheitsrates unseres Landes, sondern auch der der International Society of Thrombosis and Haemostasis (ISTH), der absoluten Weltexperten auf diesem Gebiet.
    Ich bin wirklich nicht scharf auf den Impfstoff von AstraZeneca, den ich nächste Woche bekomme. Was ist, wenn ich mich nicht impfen lasse? Habe ich in dem Fall eine Chance , dass es später einen anderen Impfstoff gibt?
    Ja, diese Chance haben Sie immer. Aber Sie werden Ihre Priorität verlieren. Wenn Sie jetzt nicht zur Impfung gehen, werden Sie erst nach den Risikogruppen an der Reihe sein. Sie verlieren dann mindestens sechs Wochen bis zwei Monate, bevor Sie einen weiteren Anruf erhalten. Und selbst dann haben Sie keine Garantie, dass es ein anderer Impfstoff sein wird. Es ist möglich, aber nicht sicher. Sicher ist nur, dass Sie ein längeres Risiko eingehen, sich zu infizieren.
    Normalerweise bekomme ich meine erste Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff Anfang Mai und die zweite Anfang August. Kann ich im Juli in Urlaub fahren?
    Je nachdem, was in Europa zu dieser Zeit möglich ist, können Sie auch nach einer Injektion reisen, wenn Sie weiterhin die Maßnahmen einhalten. Allerdings werden viele Länder immer noch eine relativ niedrige Durchimpfungsrate haben. Infolgedessen können Sie möglicherweise nicht viel im Ausland tun. Auch ein Urlaubsaufenthalt ist kein triftiger Grund für die Beantragung eines weiteren Impfstoffs.
    Besteht bei dem Impfstoff von AstraZeneca ein zusätzliches Risiko für schwangere Frauen? Sie sind ohnehin einem höheren Thromboserisiko ausgesetzt.
    Bisher haben wir immer nein gesagt, und dazu stehen wir auch. Doch seit Donnerstag, dem 8. April 2021, stellt sich das Problem nicht mehr: Es wurde entschieden, dass Schwangere weiterhin für alle Impfstoffe, außer AstraZeneca, zugelassen sind, da die Altersgrenze bei 56 Jahren liegt. Wenn Sie also schwanger sind, erhalten Sie trotzdem den Impfstoff von Pfizer, Moderna oder Johnson&Johnson.
    Mein Mann (57) hat seit Jahren eine niedrige Thrombozytenzahl. Ist es also ratsam, ihn mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu impfen?
    Hier gilt das Gleiche wie für Menschen, die Blutverdünner einnehmen. Der Thrombozytenmangel hat keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Impfstoffs und seine möglichen Nebenwirkungen. Der Impfstoff erhöht also nicht das Risiko.
    Werden Ihre medizinischen Unterlagen bei der Verabreichung der Impfstoffe berücksichtigt?

    Nein. Das ist auch nicht nötig, da keine Pathologie das Risiko von Nebenwirkungen erhöht. Weder mit dem Impfstoff von AstraZeneca noch mit den anderen Impfstoffen. Nur wenn Sie eine schwere Allergie haben, sollten Sie den Impfstoff nicht erhalten.

    Auch für Menschen, die eine Krebsbehandlung erhalten, gibt es keine Präferenz für einen bestimmten Impfstoff. In jedem Fall handelt es sich um nicht lebende Impfstoffe mit hoher Wirksamkeit gegen schwere Covid-19 und gegen Krankenhausaufenthalte aufgrund von Covid-19, beginnend 3 Wochen nach der ersten Impfung.

    Die einzigen Dinge, die berücksichtigt werden, sind: • irgendwelche schweren allergischen Reaktionen auf Impfungen in der Vergangenheit; • bekannte allergische Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe der Covid-19-Impfstoffe.

    In den Impfzentren werden Sie gefragt, ob Sie Blutverdünner einnehmen. Dies hat nur damit zu tun, wie lange Sie auf die Einstichstelle drücken müssen, um eine Blutung nach der Impfung zu vermeiden.

    Ich habe am Montag einen Brief erhalten, um mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft zu werden. Ich bin 20 Jahre alt. Was nun?
    Derzeit wird Ihnen das Impfzentrum einen anderen Impfstoff vorschlagen, grundsätzlich Pfizer oder Moderna. Es ist auch möglich, dass Ihr Termin in den kommenden Wochen auf einen anderen Zeitpunkt verschoben wird. Die Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff ist bei jungen Menschen nicht per se verboten. Wenn Sie die Impfung aufgrund der Informationen über die Vor- und Nachteile immer noch wünschen, kann die Impfung durchgeführt werden.
    Ich fahre regelmäßig nach Afrika. Ich habe gelesen, dass der Impfstoff von AstraZeneca nicht gegen die südafrikanische Corona-Variante wirkt. Ich bin 63 Jahre alt und habe es bald geschafft. Kann ich darum bitten, einen anderen Impfstoff zu erhalten?
    Nein, das können Sie nicht. Außerdem zeigen Labordaten, dass jeder Impfstoff, der derzeit entwickelt wird, gegen den südafrikanischen Stamm des Coronavirus weniger wirksam ist. Es gibt nur einen Impfstoffentwickler, der die Wirksamkeit gegen die südafrikanische Variante in seiner Phase 3 bereits gründlich untersucht hat, und das ist Johnson&Johnson. Über diesen wissen wir, dass der Impfstoff zu 50 % vor der leichten Form von Covid-19 und zu 80 % vor der schweren Form und einem Krankenhausaufenthalt schützt. Da alle Impfstoffe das gleiche Prinzip nutzen, nämlich Antikörper gegen das sogenannte Spike-Protein zu bilden, kann man davon ausgehen, dass auch die anderen Impfstoffe in der Realität besser wirken als unter Laborbedingungen.

Wer bekommt den Impfstoff und wann?

    Wird es genügend Impfstoffe für alle geben?
    • Die Impfstoffe werden kontinuierlich hergestellt, wobei die verfügbare Menge mit den Auslieferungen steigen wird. Es wird im Laufe der Zeit genügend Impfstoffe für alle geben.
    • Bis zu einer Herstellung in großen Mengen müssen mehrere Maßnahmen geplant werden, um die am stärksten gefährdeten Gruppen bestmöglich zu schützen und die individuelle Immunität schrittweise zu erhöhen.
    Wird der Impfstoff sofort für alle verfügbar sein?
    • Nein. * Die Impfstoffe werden kontinuierlich hergestellt, wobei die verfügbare Menge mit den Auslieferungen steigen wird. * Bis zu einer Herstellung in großen Mengen müssen mehrere Maßnahmen geplant werden, um die am stärksten gefährdeten Gruppen bestmöglich zu schützen und die individuelle Immunität schrittweise zu erhöhen. (Siehe Frage 4 “Welche Gruppen sind prioritär?")
    • Es ist derzeit schwierig, einen genauen Zeitplan für die Bereitstellung dieser Impfstoffe anzugeben. Daher ist die schrittweise Verfügbarkeit des Impfstoffs für prioritäre Gruppen entscheidend.
    Können alle zeitgleich geimpft werden?
    • Nein. * Die Impfstoffe werden kontinuierlich hergestellt, wobei die verfügbare Menge mit den Auslieferungen steigen wird. * Bis zu einer Herstellung in großen Mengen müssen mehrere Maßnahmen geplant werden, um die am stärksten gefährdeten Gruppen bestmöglich zu schützen und die individuelle Immunität schrittweise zu erhöhen. (Siehe Frage 4 “Welche Gruppen sind prioritär?")
    • Es ist derzeit schwierig, einen genauen Zeitplan für die Bereitstellung dieser Impfstoffe anzugeben. Daher ist die schrittweise Verfügbarkeit des Impfstoffs für prioritäre Gruppen entscheidend.
    Welche Gruppen sind prioritär?

    Um die Immunität der Bevölkerung zu erhöhen und die am stärksten durch das Virus gefährdeten Personen zu schützen, wird die Impfung abhängig von der Anzahl der verfügbaren Dosen in drei Phasen stattfinden.

    GRUPPE 1a

    Zunächst werden die am stärksten gefährdeten und exponierten Personen geimpft.

    • Bewohner und Personal in Wohnpflegezentren und kollektiven Pflegeeinrichtungen: Seit dem Ausbruch der Pandemie hat COVID-19 vor allem ältere Menschen schwer getroffen, insbesondere in Wohnpflegezentren. Diese Personen werden zuerst geimpft, dann das dortige Personal (einschließlich der Ehrenamtler), gefolgt von den kollektiven Pflegeeinrichtungen.
    • Medizinisches Personal in der Primärversorgung und in Krankenhäusern: Diese Personen stehen täglich in engem Kontakt mit COVID-19-Patienten. Um sie zu schützen, werden sie vorrangig geimpft.
    • Anschließend wird das übrige Personal der Krankenhäuser und Gesundheitsdienste geimpft, einschließlich der Organisationen, die für Präventionsmaßnahmen zuständig sind, wie Impf- und Krebsvorsorgezentren, ONE und Kind en Gezin.

    Diese erste Phase erfordert eine besondere Organisation und Infrastruktur (extrem niedrige Lagertemperaturen, Mehrfachdosen usw.).

    GRUPPE 1b: gefährdete Bevölkerung ohne akute medizinische Probleme, aber mit hohem Risiko

    In dieser Phase wird erwartet, dass Impfstoffe in größerem Umfang zur Verfügung stehen. Dann wird es möglich sein, größere Personengruppen zu impfen. Die am stärksten gefährdeten Personen, die außerhalb der Krankenhäuser behandelt werden, werden vorrangig behandelt. Dies sind folgende Gruppen:

    ** Personen über 65** haben in dieser Phase oberste Priorität. Soweit genügend Impfstoff zur Verfügung steht, können alle diese Menschen zeitgleich geimpft werden. Ansonsten beginnen wir mit den ältesten Personen.

    • ** Personen zwischen 45 und 65 mit erhöhtem Risiko**: Danach kommen Menschen zwischen 45 und 65 Jahren mit Risikofaktoren wie:
    • Diabetes,
    • Bluthochdruck,
    • chronische Herz-Kreislauf-, Lungen-, Nieren- und Lebererkrankungen, hämatologische Krebserkrankungen bis zu fünf Jahre nach der Diagnose,
    • alle kürzlich aufgetretenen Krebserkrankungen (oder kürzlich erfolgten Krebsbehandlungen),
    • Adipositas (Body Mass Index ≥ 30).

    Detaillierte Listen werden auf wissenschaftliche Empfehlung veröffentlicht.

    • ** Wesentliche Funktionen**: In dieser Phase liegt der Fokus auf Personen, die eine wesentliche soziale und/oder wirtschaftliche Funktion haben. In dieser zweiten Phase ist zu erwarten, dass die logistischen Engpässe weniger gravierend sein werden und die Organisation der Impfung dieser Zielgruppen einfacher sein dürfte.

    GRUPPE 2 - breite Bevölkerung

    In der dritten Phase werden Impfstoffdosen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, um die breitere Bevölkerung zu impfen.

    In dieser Phase ist zu erwarten, dass die Dosen wie andere Impfstoffe (z.B. Grippeimpfstoffe) gelagert und verabreicht werden können.

    Können Kinder geimpft werden?
    COVID-19-Impfstoffstudien an Kindern haben gerade erst begonnen, daher gibt es nur sehr begrenzte Daten zur Sicherheit und Immunogenität (Fähigkeit, Antikörper zu bilden) in dieser Gruppe. Aus diesem Grund werden die COVID-19-Impfstoffe derzeit nicht routinemäßig für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren empfohlen (für den Impfstoff von Pfizer).
    Sollten Sie sich impfen lassen, wenn Sie COVID-19 erkrankt und/oder HIV-positiv sind?
    • Es kann heute nicht bestätigt werden, dass jemand, der bereits mit COVID-19 in Kontakt gekommen ist, immun gegen die Krankheit bleibt.
    • Leider gibt es Berichte über erneute Infektionen und es lässt sich derzeit nicht sagen, ob und wie lange man nach einer Infektion immun bleibt.
    • Es besteht keine Pflicht zur Impfung, aber sie schützt Sie selbst und andere. Impfstoffe trainieren das Immunsystem für den Fall, dass die Krankheit tatsächlich (erneut) zuschlägt. Auf diese Weise sind der Körper und das Immunsystem vorbereitet, falls das Virus tatsächlich (erneut) angreift.
    • Darüber hinaus ist es praktisch unmöglich, vor der Impfung bei jedem Einzelnen zu überprüfen, ob sich im Blut Antikörper gegen COVID-19 gebildet haben.
    • Klinische Studien der Phase 3 umfassen breite Zielgruppen, darunter auch HIV-positive Menschen. Für jede Gruppe werden spezifische Analysen vorgeschlagen und von den Regulierungsbehörden im Detail ausgewertet. Auch in den Phase-3-Studien von Pfizer und Moderna wurden COVID-19-positive Teilnehmer berücksichtigt, die ein ähnliches Nebenwirkungsprofil aufwiesen wie die COVID-19-negativen Teilnehmer.
    Ich bin chronisch krank; wie weiß ich, ob ich geimpft werden kann?
    • In Phase 3 der klinischen Studien wurden die Ergebnisse von mehreren Patienten mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Lungenerkrankungen usw.) analysiert. Knapp 50 % der Teilnehmer an Phase 3 der COVID-19-Impfstoffstudie von Pfizer hatten eine Komorbidität. Nebenwirkungen und Wirksamkeit waren in dieser Gruppe sehr ähnlich zu denen der Teilnehmer ohne Komorbidität (außer bei Krebspatienten). Allerdings sind nicht alle chronischen Krankheiten in den klinischen Studien vertreten.
    • Zu der Frage, welche Menschen mit chronischen Krankheiten vorrangig geimpft werden sollen, wird der Hohe Gesundheitsrat eine Stellungnahme abgeben, die veröffentlicht wird.
    Ich bin Pflegerhelfer(in), Praktikant(in) oder PAB-Betreuer(in). Wann werde ich geimpft?
    Wenn Sie als Pflegerhelfer(in), Praktikant(in) oder PAB-Betreuer(in) in einer Gesundheitseinrichtung arbeiten, können Sie zusammen mit den Pflegekräften der Einrichtung geimpft werden. Wenn Sie privat als Pflegehelfer(in) oder PAB-Betreuer(in) arbeiten, werden Sie zusammen mit der übrigen Bevölkerung geimpft.
    Mein Angehöriger befindet sich in einer Pflegeeinrichtung und ist nicht einwilligungsfähig. Muss ich zustimmen?

    Bei einer nicht einwilligungsfähigen Person muss, wie bei anderen Impfungen auch, die Zustimmung einer der folgenden Personen eingeholt werden:

    • des Inhabers einer Vollmacht,
    • des gesetzlichen Vertreters (wenn der Inhaber der Vollmacht nicht erreichbar ist),
    • des behandelnden Arztes (wenn keiner der Vorgenannten verfügbar ist),
    • des koordinierenden und beratenden Arztes (wenn keiner der Vorgenannten verfügbar ist).

    Die Entscheidung des Bewohners oder seines Vertreters wird zusammen mit dem Datum und der Art und Weise, in der die Einwilligung erteilt wurde, in der Pflegeakte des Bewohners festgehalten. Nur wenn eine mündliche Einwilligung einer ermächtigten Person nicht mit Sicherheit in der Pflegeakte festgehalten werden kann (z.B. bei Uneinigkeit in der Familie), wird empfohlen, die Einwilligung schriftlich zu dokumentieren.

    Warum hat sich Belgien für einen langsameren Start entschieden?
    Unser Land hat jetzt in seiner Impfstrategie einen Gang höher geschaltet. Hierbei wird jedoch eine strikte Reihenfolge gehandhabt, in der die prioritären Gruppen Vorrang haben. Auch der Transport und eine korrekte Verabreichung werden berücksichtigt. Mit der aktuellen Strategie kann die Herdenimmunität im September erreicht werden.

Die Impfung in der Praxis

    Wie erfahre ich, wo und wann ich mich impfen lassen kann?
    Wenn es soweit ist, erhalten Sie eine persönliche Einladung zur Impfung. Per SMS, Brief oder E-Mail. Sie erhalten die Möglichkeit, den Termin zu bestätigen, abzulehnen oder zu verschieben. In dieser Einladung wird Ihnen auch mitgeteilt, wo Ihre Impfung stattfinden wird. Und wenn Sie aus einem triftigen Grund nicht dorthin kommen können, haben wir auch mobile Teams, die zu Hause impfen.
    Kann ich mich beim Hausarzt impfen lassen?
    • Derzeit liegen mehrere Szenarien auf dem Tisch. Für Phase 1a - Impfung der Bewohner und des Personals von Alten- und Pflegeheimen, des Krankenhauspersonals und der Gesundheitsfachkräfte in der Primärversorgung (Hausärzte, Physiotherapeuten, Hauskrankenpfleger, Apotheker usw.) - wird ein zentralisiertes System gewählt. Dies gilt auch für Phase 1b - Impfung von Menschen über 65 und Menschen zwischen 45 und 65 Jahren mit Komorbiditäten, sofern sie ausreichend mobil sind. In den Phasen 1b und 2 ist auch eine Kombination aus zentralem und dezentralem System möglich, bei der zunehmend die Hausärzte eingebunden werden.
    • Die Hauptgründe für ein zentralisiertes System sind die spezifischen Anforderungen an die Lagerung des Impfstoffs, wie (sehr) niedrige Temperaturen, und die Lieferung bestimmter Impfstoffe in Mehrfachdosis-Packungen. Das bedeutet, dass viele Hundert Impfstoffe in relativ kurzer Zeit gruppiert verabreicht werden müssen.
    • Analog zu einer Reihe von Nachbarstaaten, insbesondere Deutschland, den Niederlanden und Frankreich, werden wir die Impfstrategie so effizient und kontrolliert wie möglich umsetzen. Dabei werden bestehende Strukturen wie Krankenhäuser und Impfzentren so weit wie möglich genutzt. Es wird unterschieden zwischen Phase 1a, mit zentraler Verabreichung der Impfstoffe an Zielgruppen mit hoher Priorität, und Phase 1b, mit Ausweitung der Zielgruppen und erhöhter Verfügbarkeit der Impfstoffe.
    • Erst in Phase 2 kann man von einer flächendeckenden Impfung auch für Gruppen mit geringem Risiko sprechen. Der Beginn jeder Phase wird nach Verfügbarkeit und Eigenschaften des Impfstoffs sowie daraus resultierenden Folgen für die Verteilung bestimmt.
    Wie werden die Impfstoffe logistisch verteilt?

    Die Task Force “Operationalisierung der COVID-19-Impfstrategie” hat in Absprache mit den Gemeinschaften eine Impfstrategie entwickelt. Diese Strategie kann über folgenden Link eingesehen werden:

    Wird in meiner Gemeinde ein Impfzentrum eingerichtet?
    Dies wird mit den föderierten Teilgebieten erörtert. In Flandern werden die ELZs (eerste lijnszones) am Zuge sein. Dies betrifft nur die Phase 1b, wenn wir in größerem Umfang impfen können. Wann genau wir mit Phase 1b beginnen können, ist aufgrund der Unsicherheiten bei der Lieferung schwer abzuschätzen. Wann Phase 2 beginnen kann, lässt sich noch nicht absehen.
    Wo werden die Impfstoffe gelagert?
    Die Impfstoffe werden unter strenger Sicherheitsaufsicht in 41 HUB-Krankenhäusern und Impfzentren im ganzen Land zentral gelagert. Aus Sicherheitsgründen können wir den genauen Standort nicht angeben. Da die ersten Impfstoffe bei sehr niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen, werden entsprechende Kühlsysteme bereitgestellt.
    Werden Impfstoffe sicher gelagert und transportiert?
    Innerhalb der Logistikzelle wird alles vorbereitet, um die Impfstoffe sicher zu lagern, sowohl in Bezug auf die Haltbarkeit (Kühlcontainer) als auch auf Ebene der zivilen Sicherheit. Insbesondere wird die Zusammenarbeit mit der Polizei aufgebaut, einschließlich Sicherheitscodes und -verfahren.

Nach der Impfung

    Muss ich mich jedes Jahr gegen COVID-19 impfen lassen?
    • Leider kann heute noch keine konkrete Antwort auf diese Frage gegeben werden. Dies wird derzeit noch untersucht.
    • Die Dauer des Impfschutzes wird in Phase-3-Studien an geimpften Probanden und in der Praxis beobachtet werden.
    Kann ich mich nach der Impfung mit COVID-19 anstecken?
    Da nicht überprüft wird, ob jemand zum Zeitpunkt der Impfung bereits infiziert ist, ist es möglich, dass kurz nach der ersten Impfung eine COVID-19-Infektion auftritt. Dies liegt daran, dass die geimpfte Person zum Zeitpunkt der Impfung bereits infiziert war, aber keine Symptome zeigte. Außerdem dauert es, wie bei anderen Impfungen auch, etwa 14 Tage, bis unser Immunsystem durch den ersten Impfstoff ausreichend stimuliert ist. Wenn man dem Virus kurz nach der Erstimpfung ausgesetzt ist, kann es noch zu einer Infektion kommen.
    Bin ich sofort nach einer Impfung geschützt?
    • Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Körper beginnt, Antikörper zu bilden. Wenn Sie also in diesem Zeitraum dem Virus ausgesetzt sind, ist Ihr Immunsystem noch nicht ausreichend durch den Impfstoff stimuliert und können Sie sich trotzdem noch anstecken. Zwei Wochen nach der ersten Impfung liegt die Wirksamkeit bei etwa 90 %, nach der zweiten Impfung steigt sie auf 95 %. In der Zwischenzeit ist es sehr wichtig, dass Sie weiterhin die Schutzmaßnahmen einhalten (Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen, Räume ausreichend lüften usw.).
    • Auch wenn Sie vollständig geimpft sind, ist das Befolgen der Maßnahmen immer noch sehr wichtig. Schließlich wird es noch einige Zeit dauern, bis genug Menschen geimpft sind, um eine Herdenimmunität zu erreichen.
    • Wie andere Impfstoffe bietet auch der COVID19-Impfstoff keinen 100-prozentigen Schutz, selbst nach zwei Dosen.
    • Da wir bei der Impfung nicht überprüfen, ob Sie Träger des Virus sind, ist es möglich, dass Sie zum Zeitpunkt der Impfung bereits infiziert waren, daher kurz nach der ersten Impfung positiv auf COVID-19 getestet werden und möglicherweise erkranken. Dazu kann es kommen, wenn Sie sich zum Zeitpunkt der Impfung noch in der Inkubationszeit befanden.
    Kann ich andere Menschen noch mit COVID-19 anstecken, auch wenn ich geimpft bin?
    Die Ergebnisse der Phase-3-Studien zeigen, dass die COVID-19-Impfstoffe vor einer (durch einen PCR-Test bestätigten) Infektion sowie vor einer Erkrankung und deren Komplikationen schützen. Ob eine geimpfte Person weniger wahrscheinlich andere ansteckt, ist noch Gegenstand weiterer Untersuchungen. Aufgrund von Tierversuchen an Affen gehen wir davon aus, dass die Impfung einen Einfluss auf die Anzahl der Tage hat, an denen jemand ansteckend ist. Darüber hinaus wird sie durch Beeinflussung von Symptomen wie Niesen und Husten auch auf die Übertragung einwirken.
    Kann ich wieder ein normales Leben führen, wenn ich geimpft bin?
    Sobald eine ausreichend hohe Durchimpfungsrate bei den Hochrisikogruppen erreicht ist und der Druck auf das Gesundheitssystem nachlässt, werden bestimmte Änderungen an den Sicherheitsmaßnahmen vorgenommen. Aber derzeit müssen Sie weiterhin die geltenden Corona-Regeln befolgen, sowohl für Ihre eigene Sicherheit als auch für die Sicherheit der Mitmenschen. Insbesondere, wenn Sie nicht zu einer Risikogruppe gehören, aber mit gefährdeten Personen in Kontakt kommen.
    Muss ich nachweisen, dass ich geimpft wurde, um mein normales Alltagsleben wieder aufnehmen zu können?
    Derzeit gibt es keine Vereinbarungen über die Notwendigkeit eines Impfnachweises, um bestimmte Tätigkeiten, z.B. Reisen, ausüben zu können.

Ehrenamtlich helfen

Sie möchten als ehrenamtliche Pflegekraft in einem Impfzentrum helfen? Auch Studenten und Rentner sind herzlich willkommen!

Weitere Infos

Für weitere Informationen über die Impfung, siehe:

Für Kampagnenmaterial über die Impfung, siehe: