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Ausnahmen von Quarantäne und Tests

Sich in Quarantäne zu begeben und sich testen zu lassen ist Pflicht, wenn Sie aus einer roten Zone im Ausland wieder einreisen oder mit jemandem Kontakt hatten, der mit dem Coronavirus infiziert ist. Es gibt jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel. Nachstehend finden Sie eine Auflistung.

Allgemeine Ausnahmen

In außergewöhnlichen Fällen brauchen Sie sich nicht testen zu lassen bzw. müssen Sie sich nicht in Quarantäne begeben. Für bestimmte unbedingt notwendige Fahrten und Ausgänge dürfen Sie auch während Ihrer Quarantänezeit nach draußen.

Ausnahmen von der Quarantäne

Allgemeines

Das Verlassen des Quarantäneortes ist nur für folgende notwendige Aktivitäten erlaubt, die nicht bis nach Ablauf der Quarantänezeit aufgeschoben werden können, und unter der Bedingung, dass besonders auf die Hygienemaßnahmen und auf den Abstand zu anderen Menschen geachtet und eine (chirurgische) Mund-Nasen-Maske getragen wird:

  • Fahrten und Ausgänge für dringende medizinische Versorgung und für den Zugang zu Medikamenten,
  • Fahrten und Ausgänge für den Kauf grundlegender Bedarfsgüter wie Nahrungsmittel, aber nur, wenn sich sonst niemand darum kümmern kann, und nur in Ausnahmefällen,
  • Fahrten und Ausgänge im Rahmen dringender juristischer/finanzieller Angelegenheiten und zur Ausübung der elterlichen Autorität, vorbehaltlich einer Rechtfertigung,
  • Fahrten und Ausgänge zur dringenden und notwendigen Versorgung von Tieren bzw. Haustieren, wenn sich sonst niemand darum kümmern kann,
  • Fahrten und Ausgänge im Rahmen von Bestattungen.

Nach einem Auslandsaufenthalt

Sie müssen sich nicht in Quarantäne begeben, wenn Sie:

  • in Belgien wohnen und weniger als 48 Stunden in einer roten Zone im Ausland aufgehalten haben. Achtung: Dies gilt nicht, wenn Sie aus dem Vereinigten König-reich, Südamerika, Südafrika kommen oder Indien,
  • nicht in Belgien wohnen und weniger als 48 Stunden in Belgien aufhalten. Achtung: Dies gilt nicht, wenn Sie aus dem Vereinigten Königreich, Südamerika, Südafrika oder Indien kommen,
  • nach dem Ausfüllen des Passagierlokalisierungsformulars keine SMS erhalten haben.

Ausnahmen von Tests

Allgemeines

  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen keiner Probenahme unterziehen können und dies nachweisen (ärztliches Attest),
  • Personen, die für einen Test vorstellig werden, bei denen jedoch der für die Durchführung der Probenahme verantwortliche Arzt entscheidet, dass kein Test durchgeführt werden kann.

Nach einem Auslandsaufenthalt

Sie brauchen sich nicht testen zu lassen, wenn Sie:

  • in Belgien wohnen und weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben. Achtung: Dies gilt nicht, wenn Sie aus dem Vereinigten König-reich, Südamerika, Südafrika oder Indien kommen,
  • nicht in Belgien wohnen und weniger als 48 Stunden in Belgien aufhalten. Achtung: Dies gilt nicht, wenn Sie aus dem Vereinigten Königreich, Südamerika, Südafrika oder Indien kommen,
  • nach dem Ausfüllen des Passagierlokalisierungsformulars keine SMS erhalten haben.

Personen, die vollständig von Quarantäne und Tests befreit sind

Bestimmte Personen sind nach Einreise bzw. Wiedereinreise aus einer roten Zone im Ausland aufgrund eines beruflichen oder wesentlichen Grunds vollständig von Quarantäne oder Tests befreit. Diese Ausnahme ist nicht anwendbar, wenn sie mit einer Person Kontakt hatten, die mit dem Coronavirus infiziert ist (Hochrisikokontakt).

  • Grenzbewohner oder Grenzgänger, die in dieser Eigenschaft unterwegs sind. Als Grenzgänger gelten für diese Befreiung Arbeitnehmer, die in dem einen Land eine berufliche Tätigkeit ausüben, in einem anderen Land aber ihren Wohnsitz haben, an den sie in der Regel täglich oder mindestens einmal pro Woche zurückkehren. Als Grenzbewohner gelten für diese Befreiung Einwohner einer Grenzgemeinde oder unmittelbaren Nachbargemeinde einer Grenzgemeinde, die sich für alltägliche Verrichtungen in das Nachbarland begeben.
  • Personal, das mit dem Gütertransport betraut ist, und andere im Trans-portsektor tätige Personen, die in der Ausübung ihrer Funktion unter-wegs sind,
  • Seeleute, Besatzungen von Schleppern und Lotsenbooten und Indus-triepersonal, das in Offshore-Windparks beschäftigt ist (unter strikter Einhaltung der zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos festgelegten Protokolle),
  • Personen, die im Rahmen der grenzüberschreitenden Mitelternschaft reisen.
  • Schüler, Studenten und Auszubildende, die sich im Rahmen ihres Studiums oder eines grenzüberschreitenden Praktikums täglich oder wöchentlich ins Ausland begeben,
  • Schüler aus dem Grenzgebiet, die im Rahmen des Pflichtunterrichts oder des Hochschul- oder Weiterbildungsunterrichts zu oder von dem Ort aus reisen, an dem ihnen der Unterricht erteilt wird,
  • “Border Force Officers” des Vereinigten Königreichs.

Achtung: Personen, die zwei Monate vor ihrer Rückkehr einen positiven PCR-Test hatten, müssen sich nicht erneut in Quarantäne begeben bzw. erneut einem Test unterziehen.

Personen, die teilweise von Quarantäne befreit sind

Nur nach einem Auslandsaufenthalt

Bestimmte Personen sind nach Einreise bzw. Wiedereinreise aus einer roten Zone im Ausland aufgrund eines beruflichen oder wesentlichen Grunds teilweise von Quarantäne befreit. Diese Ausnahme ist nicht anwendbar, wenn sie mit einer Person Kontakt hatten, die mit dem Coronavirus infiziert ist (Hochrisikokontakt).

Die Ausnahme von der Quarantäne bezieht sich nur auf:

  • die Erfüllung des wesentlichen Grunds der Reise nach Belgien
  • oder auf die Ausübung ihrer Funktion in Belgien, nachdem sie einen beruflichen oder wesentlichen Grund in einer roten Zone im Ausland erfüllt haben.

In der übrigen Zeit (z.B. Freizeit, Wochenende, Urlaub, nach Feierabend, …) müssen Betreffende diese Quarantäne weiterhin einhalten.

  • Schüler, Studenten und Auszubildende im Rahmen einer Prüfung oder einer Pflichtaufgabe,
  • Gesundheitsfachkräfte, Forscher im Bereich der Gesundheit und Fach-kräfte in der Altenpflege. Diese Ausnahme kann nur von Personal gel-tend gemacht werden, das zur Gewährleistung eines Mindestmaßes an Grundversorgung erforderlich ist. Für Krankenhauspersonal wird die Entscheidung in Absprache mit der Direktion und dem Hygienedienst des Krankenhauses getroffen. Für Personal der Primärversorgung, z.B. Hausärzte, wird die Entscheidung in Absprache mit dem Bereitschafts-kreis getroffen,
  • Mitglieder der diplomatischen und konsularischen Gemeinschaft, Inha-ber eines Mandats, gewählte Vertreter und offizielle Vertreter der inter-nationalen Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in Belgien, im Rahmen einer wesentlichen Aktivität, die weder auf Distanz noch per Videokonferenz ausgeübt werden kann,
  • Staats- und Regierungschefs, Regierungsmitglieder, Parlamentarier und hohe Beamte, diplomatisches, konsularisches und technisches Personal in beruflichem Auftrag, im Rahmen einer wesentlichen Tätigkeit, die weder auf Distanz noch per Videokonferenz ausgeführt werden kann,
  • Personal einer internationalen Organisation oder von einer solchen Organisation eingeladene Personen, deren physische Präsenz für das ordnungsgemäße Funktionieren dieser Organisation erforderlich ist, einschließlich Inspektoren von Kernanlagen,
  • Saisonarbeiter (unter strikter Einhaltung der zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos festgelegten Protokolle),
  • Personal von Polizei-, Migrations- und Zolldiensten,
  • Personen, die aus zwingenden familiären Gründen reisen (schwere Krankheit mit Krankenhausaufenthalt, Präterminalsituation, Todesfall), soweit dies zur Erreichung der zwingenden familiären Gründe erforderlich ist,
  • Hochqualifizierte Personen, wenn ihre Arbeit wirtschaftlich notwendig und unaufschiebbar ist (sofern vom Arbeitgeber in Absprache mit dem Arbeitsarzt als relevant festgelegt - denn der Arbeitsarzt muss über die möglichen Gefahren am Arbeitsplatz Bescheid wissen). Dazu gehören auch Berufssportler, Berufsfachkräfte des Kultursektors und Wissenschaftler, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit reisen,
  • Journalisten in der Ausübung ihres Auftrags,
  • Durchreisende, die sich weniger als 48 Stunden in Belgien aufhalten,
  • Patienten, die aus zwingenden medizinischen Gründen oder zur Fortset¬zung einer dringenden medizinischen Behandlung reisen,
  • Personen, die reisen, um einer älteren, minderjährigen oder schutz-bedürftigen Person oder einer Person mit Behinderung Beistand und Pflege zu leisten.

Diese Personen müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • allgemein keine Symptome aufweisen,
  • kein Hochrisikokontakt einer unter demselben Dach wohnenden Person mit bestätigter COVID-19-Diagnose sein,
  • nicht positiv auf COVID-19 getestet sein,
  • Kontakte mit der Öffentlichkeit auf ein striktes Minimum beschränken,
  • möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen,
  • nicht im Homeoffice arbeiten können,
  • jederzeit die Abstandsregeln einhalten und am Arbeitsplatz ordnungs-gemäß eine (chirurgische) Mund-Nasen-Maske tragen,
  • den Kontakt mit anderen Mitarbeitern begrenzen. In der Praxis bedeu-tet dies möglichst getrennte Ein- und Ausgänge, getrennte Umkleide-räume und getrennte Pausen- und Essensbereiche.

Achtung: Personen, die zwei Monate vor ihrer Rückkehr einen positiven PCR-Test hatten, müssen sich nicht erneut in Quarantäne begeben bzw. erneut einem Test unterziehen.

Nach einem Auslandsaufenthalt oder einem Kontakt mit einer Person, die mit dem Coronavirus infiziert ist

Die Ausnahme von der Quarantäne bezieht sich nur auf:

  • die Erfüllung des wesentlichen Grunds der Reise nach Belgien
  • oder auf die Ausübung der wesentlichen Funktion in Belgien.

In der übrigen Zeit (z.B. Freizeit, Wochenende, Urlaub, nach Feierabend, …) müssen Betreffende diese Quarantäne weiterhin einhalten.

  • (vorbehaltlich einer Bescheinigung des Arbeitgebers, sofern dies rele-vant ist) In Ausnahmefällen: asymptomatische Personen, die eine we-sentliche Funktion oder Aufgabe erfüllen und die a) Gesundheitsfach-kräfte oder b) Angehörige der Berufsgruppen in der Hilfe und Pflege schutzbedürftiger Personen sind, und unter der Bedingung, dass die Ausübung ihrer Funktion unbedingt erforderlich ist, um ein Mindestmaß an Grundversorgung zu gewährleisten, und dass sie: (i) eine (chirurgi-sche) Mund-Nasen-Maske tragen, (ii) die Hygieneregeln einhalten, (iii) die Körpertemperatur und die COVID-19-Symptome aktiv überwachen, (iv) einen Mindestabstand von 1,5 m zu Personalmitgliedern einhalten, (v) die sozialen Kontakte außerhalb der Arbeit einschränken, (vi) keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen und (vii) das Reiseverbot beachten,
  • (vorbehaltlich einer Bescheinigung des Arbeitgebers, sofern dies rele-vant ist) Arbeitnehmer, die aufgrund der Art ihrer Tätigkeit in Laborato¬rien mit dem Virus, das COVID-19 verursacht, in Kontakt kommen.
  • Personen, die in einem Schlüsselsektor im Sinne von Anlage 1 zum ME vom 28. Oktober 2020 beschäftigt sind, wenn ihre Arbeit folgenden Kriterien gleichzeitig entspricht:
  • dringender Bedarf (vom Arbeitgeber in Absprache mit dem Arbeitsarzt festgelegt - denn dieser muss über mögliche Gefahren am Arbeitsplatz Bescheid wissen),
  • notwendige Situation (vom Arbeitgeber in Absprache mit dem Arbeitsarzt festgelegt - denn dieser muss über mögliche Gefahren am Arbeitsplatz Bescheid wissen),
  • unverzichtbare und unersetzliche Funktion, die im Kontinuitäts-plan des Unternehmens beschrieben ist. Mitarbeiter von Unter-nehmen ohne Business Continuity Plan werden niemals von die-ser Quarantäne-Ausnahme profitieren können,
  • kurzfristig (Dauer der Quarantäne) gefährdete Kontinuität der wesentlichen Dienstleistung des Unternehmens,
  • alle anderen Alternativen wurden geprüft und haben sich als nicht ausreichend erwiesen.

Der Arbeitgeber stellt dem Ausschuss für Gefahrenverhütung und Schutz am Arbeitsplatz und dem Arbeitsarzt eine Liste der betroffenen Personen zur Verfügung. Nach Genehmigung durch den Ausschuss für Gefahrenverhütung und Arbeitsschutz des Unternehmens wird die Ausnahme von der Quarantäne bescheinigt und eine namentliche Liste der betroffenen Personen täglich fortgeschrieben.

Diese Personen müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • allgemein keine Symptome aufweisen,
  • kein Hochrisikokontakt einer unter demselben Dach wohnenden Person mit bestätigter COVID-19-Diagnose sein,
  • nicht positiv auf COVID-19 getestet sein,
  • Kontakte mit der Öffentlichkeit auf ein striktes Minimum beschränken,
  • möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen,
  • nicht im Homeoffice arbeiten können,
  • jederzeit die Abstandsregeln einhalten und am Arbeitsplatz ordnungsgemäß eine (chirurgische) Mund-Nasen-Maske tragen,
  • den Kontakt mit anderen Mitarbeitern begrenzen. In der Praxis bedeutet dies möglichst getrennte Ein- und Ausgänge, getrennte Umkleideräume und getrennte Pausen- und Essensbereiche.

Mehr Informationen

Die Entscheidungen der Gemeinschaften und Regionen zu Quarantäne und Tests finden Sie hier: